Fußball-Regionalliga WSV: Test-Absage, Platzsuche und Neuzugänge

Wuppertal · Eigentlich wollte der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV am Samstag (10. Januar 2026) bei der SpVgg. Vreden sein einziges Testspiel vor dem Flug ins Trainingslager bestreiten. Daraus wird nichts. Die Partie findet wegen des Winterwetters nicht statt. Der neue Trainer Mike Wunderlich blickt trotzdem optimistisch nach vorn.

Co-Trainer Kevin Rodrigues Pires und Chefcoach Mike Wunderlich.

Foto: Stefan Rittershaus

Der Sportliche Leiter Gaetano Manno ist momentan auf der Suche nach einem Testspiel-Ersatz: „Das ist natürlich nicht einfach, weil die Probleme überall bestehen.“ Am Montag konnte der WSV bei Viktoria Köln trainieren, seit Dienstag sind nur Halleneinheiten und Athletikübungen möglich. Umso mehr hoffen die Bergischen, am Freitag noch einmal in Köln ins Freie zu können.

„Das ist natürlich alles andere als optimal, zumal die Vorbereitung ja sehr kurz ist“, weiß Mike Wunderlich. „Es ist Gold deshalb wert, dass wir am Montag in die Türkei fliegen und dann eine Woche lang zweimal am Tag auf den Platz können und auch zwei Testspiele haben (gegen Zwickau und Chemnitz, Anm. der Red.). Ich bin froh, dass wir dann weg sind.“

Trotz der widrigen äußeren Umstände ist der 39-Jährige zufrieden mit seinem neuen Team. „Der Eindruck ist absolut positiv. Alles sind fokussiert und ziehen mit. Die Jungs wissen, in welcher Situation wir stecken. Es ist klar, dass wir in drei Wochen nicht neue 20 Sachen machen können. Aber wir wollen drei, vier wichtige Ideen reinbringen für das Spiel gegen und mit dem Ball.“

Wunderlich: „Wir werden erst einmal keinen Schönheitspreis gewinnen. Es geht um eine gute Struktur, um Laufstärke und darum, in den Zweikämpfen eklig zu sein.“ Man werde die Art und Weise zu spielen ändern, „das ist ja immer so, wenn ein neuer Trainer kommt, aber es darf nicht zu kompliziert werden“. Es gehe darum, „mehr zu machen als die anderen, mehr Zweikämpfe führen und die Dreckarbeit auch für den anderen zu leisten“.

Optimistisch stimmt Wunderlich, dass seine neue Mannschaft „extrem gewillt“ und sich „der Lage bewusst“ sei. In der bisherigen Saison habe man es den Gegnern bei den Toren „im Defensivverbund zu einfach gemacht“, die Gegentreffer seien oft „nach dem gleichen Muster“ gefallen. Das wolle man gemeinschaftlich ändern. Deshalb sei auch der Auftritt in der Uni-Halle wichtig gewesen.

Ob zur Trendwende neues Personal notwendig ist, muss sich zeigen. „Grundsätzlich halten wir immer die Augen auf. Der Verein hat kein Geld, nach der Vertragsauflösung von Lennard Wagemann ist vielleicht etwas möglich“, so Sportchef Gaetano Manno. Eine Entscheidung falle aber keinesfalls vor dem Trainingslager. Eventuell werde man auch einen Probespieler testen. „Ich habe jetzt ein erstes Bild von der Mannschaft bekommen. Eine Verstärkung im Defensivverbund würde uns gut tun“, findet Wunderlich. Ob die realisierbar sei, müsse sich aber zeigen.

Über allem stehe der Auftakt mit den Duellen gegen Velbert (24. Januar) und in Rödinghausen (31. Januar), findet der neue WSV-Cheftrainer: „Er ist extrem wichtig. Unser großes Ziel ist es, bereit zu sein, um einen guten Start hinzulegen und Vertrauen zu bekommen – und mit einem Heimsieg vielleicht wieder einen Funken an Euphorie zu entfachen.“