Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) wollen das 125. Jubiläum des Wahrzeichens am Samstag und Sonntag (28. Februar / 1. März) ausgiebig feiern. Der Grund: Am 1. März 1901, also vor genau 125 Jahren, startete der offizielle Fahrgastbetrieb. Die WSW haben deshalb angekündigt, dass am Wochenende die Fahrt mit der Schwebebahn für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos ist und außerdem entlang der Strecke „viele Überraschungen“ warten.
Wie WSW-Unternehmenssprecherin Katrin ten Freyhaus auf Anfrage der Wuppertaler Rundschau am Dienstagvormittag bestätigt, ist die Schwebebahn vom Warnstreik nicht betroffen. Sie ist demnach wie geplant auch am Samstag unterwegs. Man weise darauf hin, dass „die Beschäftigten der WSW mobil GmbH aufgrund der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Schwebebahnjubiläum nicht zum Streiken aufgerufen wurden“, heißt es.
ver.di will nach eigenen Angaben in der Tarifrunde für die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen „den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen“ – jeweils ganztägig von der Frühschicht bis zur Spätschicht. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist demnach nicht betroffen.
Briefmarke 125 Jahre Schwebebahn
ver.di fordert im Vorfeld der zweiten Verhandlungsrunde am 2. und 3. März eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit „bei vollem Lohnausgleich von aktuell 39 auf 37 Stunden“. Außerdem soll die Ruhezeit zwischen zwei Schichten mindestens elf Stunden betragen, der Zuschlag für Arbeit am Sonntag mindestens 40 Prozent.
Weitere Forderungen: „Der Freistellungsumfang für Gewerkschaftsarbeit wird auf acht Tage erhöht. Der Geltungsbereich wird auf kurzfristig Beschäftigte/Minijobs ausgeweitet. Die Laufzeit beträgt 24 Monate, verhandelt wird der Manteltarifvertrag.“ Am ersten bundesweiten Streiktag am 2. Februar haben sich laut ver.di in NRW rund 12.000 Beschäftigte aus mehr 30 Betrieben beteiligt.