Beschluss des Stadtrates KI in der Schwimmoper: Linke äußern Bedenken

Wuppertal · Die Fraktion der Linken hat „äußerst erhebliche Bedenken“ mit Blick auf die Einführung eines KI-Überwachungssystems in der Schwimmoper. Dieses hat der Rat Anfang Mai 2026 auf Antrag von SPD und CDU beschlossen.

Blick in die Schwimmoper.

Foto: Dirk Freund

„Die Kosten für die Einführung sind laut Antrag mit 200.000 Euro veranschlagt. Berichten im Sportausschuss zufolge wurde das israelische Unternehmen Lynxight ins Auge gefasst“, so die Linke. Man hätte das Geld „lieber in bewährte, präventive Maßnahmen investiert gesehen, etwa kostenlose Schwimmkurse, ein sozial gestaffeltes Eintrittssystem sowie eine barrierefreie Ausstattung“.

Dr. Janina Beutler (Stadtverordnete im Ausschuss für Verbraucherschutz und Gesundheit). „Diese Maßnahmen hätten wir mit den 200.000 Euro sofort umsetzen können – mit klarem Nutzen für die Menschen in Wuppertal. Die Schwimmoper ist ein Ort, an dem Menschen sicher sein sollen.“ Die jetzt beschlossene Einführung von KI werfe jedoch viele Fragen auf.

Diese müssten vor einer Umsetzung „dringend geklärt“ werden. „So werden im Antrag erwartbare laufende Ausgaben zu Updates und Wartung des Systems nicht benannt. Auch muss eine klare datenschutzrechtliche Prüfung vorgelegt werden, die auch die Eigentumsverhältnisse der eingekauften Technologie in den Blick nimmt“, so die Linke.

Beutler: „Die Sicherheit der Menschen muss auch in Zukunft durch ausreichend geschultes Badepersonal gewährleistet werden. Dieses darf nicht durch KI ersetzt werden. Wenn die Technik Fehlalarme auslöst oder im schlimmsten Fall einen Notfall nicht erkennt, kann es gefährlich werden.“

Insgesamt sei die Technologie „noch neu und unerprobt“. Es gebe keine belastbaren Daten, ob der Einsatz von KI in Schwimmbädern tatsächlich einen langfristigen Mehrwert bringe. „Wir wollen keine Technologie um der Technologie willen, sondern Maßnahmen, die nachweislich zur Sicherheit beitragen“, meint Beutler.