Wuppertaler SPD-Bundestagabgeordneter Organspende: Lindh für „bewusste Entscheidung“

Wuppertal / Berlin · Der Wuppertaler SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh spricht sich in der Debatte über die Organspende-Regelung für eine bewusste Entscheidungslösung aus. Er gehört zu den Erstunterzeichnern eines überfraktioneller Gruppen-Antrags.

Helge Lindh.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Christoph Petersen

In einem zweiten Antrag wird die Widerspruchslösung bevorzugt, bei der jede Person, die einer Organspende nicht zu Lebzeiten bewusst widerspricht, Organspenderin bzw. -spender wird.

Lindh wirbt „für den Ausbau des Organspende-Registers und der Aufklärungsarbeit“, um die Zahl der Organspenden zu erhöhen: „Tausende schwerstkranke Menschen warten auf ein Spenderorgan. Uns alle eint das Ziel, alle spendewilligen Menschen auch für eine Organspende zu gewinnen. Doch dieser Weg muss über eine bewusste Entscheidung führen.“

In den vergangenen Jahren habe man „große Verbesserungen“ erzielt, etwa mit der Einführung des Organspenderegisters: „Aber längst sind nicht alle Maßnahmen des Bundestagsbeschlusses von 2020 umgesetzt. Immer noch kennen zu viele Menschen nicht die Fakten zur Organspende. Eine Widerspruchslösung führt nicht automatisch zu mehr Spenden, bis heute konnte kein eindeutiger kausaler Zusammenhang nachgewiesen werden.“

Es sei ihm ein „besonderes Anliegen, dass Menschen, die psychisch beeinträchtigt oder nicht voll geschäftsfähig sind, vor einer unfreiwilligen oder unbewussten Spende geschützt werden“.