Lob für Programm der Verwaltung Linke: Brachflächen „endlich konsequent entwickeln“

Wuppertal · Die Ratsfraktion Die Linke ist zufrieden, dass die Verwaltung mit dem im März 2026 vorgelegten „Handlungsprogramm Brachflächen“ die Entwicklung brachliegender Flächen in Wuppertal stärker in den Fokus rückt.

Die Linken möchte die 99 Brachflächen in Wuppertal nutzen.

Foto: Christoph Petersen

Nach Angaben der Stadt gibt es in Wuppertal weiterhin 99 Brachflächen mit einer Gesamtgröße von rund 132 Hektar – und damit etwa genauso viele wie bereits vor zehn Jahren. Bei den Flächen handelt es sich demnach unter anderem um ehemalige Fabrikgelände, stillgelegte Verkehrsinfrastruktur wie Bahnhöfe oder brachliegende soziale Infrastruktur, etwa geschlossene Schulen oder Sporthallen.

Dr. Janina Beutler (umweltpolitische Sprecherin der Fraktion): „Brachflächen bedeuten versiegelte Flächen mitten in der Stadt. Im Anblick der Klimakatastrophe hat das fatale Folgen wie zum Beispiel Hitzetote und Überschwemmungen. Wo immer möglich, muss im Sinne des Bevölkerungsschutzes entsiegelt und neu begrünt werden, damit der Hitzeaktionsplan sozialgerecht umgesetzt werden kann. Bei Flächen, die sich hierfür nicht eignen, muss über soziale Wohnbauprojekte und dritte Orte nachgedacht werden.“

Dr. Deborah Wolf (Sprecherin für Stadtentwicklung und Bauen): „Wuppertal braucht dringend Flächen für Wohnungsbau, aber auch für soziale Infrastruktur wie Schulen, Kitas oder Sporteinrichtungen. Viele der leerstehenden Gebäude haben zudem eine hohe stadtgeschichtliche und emotionale Bedeutung. Bürgerinnen und Linken betrauern den Verfall ihrer Stadt.“

Die Verwaltung nenne in ihrem Handlungsprogramm „verschiedene Instrumente zur Revitalisierung von Brachflächen, darunter die Nutzung von Vorkaufsrechten, Beratungsangebote sowie die Finanzierung durch Fördermittel“. Die Linke fordert, „diese Möglichkeiten künftig konsequent anzuwenden“.

Darüber hinaus erneuert die Fraktion ihre Forderung nach einem Leerstandskataster. Auf dieser Basis müsse auch geprüft werden, wie Eigentümerinnen und Eigentümer stärker in die Pflicht genommen werden können: „Nur mit mehr Transparenz und klaren Regeln kann verhindert werden, dass wertvolle Flächen über Jahre hinweg ungenutzt bleiben.“

Beutler und Wolf: „Wuppertal kann es sich weder sozial noch ökologisch leisten, dass zentrale Flächen dauerhaft brachliegen.“