Am Donnerstag ab 17 Uhr Bergischer Bluthochdrucktag im Bethesda

Wuppertal · Für Donnerstag (21. Mai 2026) lädt das Agaplesion Bethesda Krankenhaus Wuppertal (Hainstraße 35) interessierte Bürgerinnen und Bürgern zum Bergischen Bluthochdrucktag ein. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Cafeteria des Krankenhauses statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Prof. Dr. med. Bernd Sanner (li.) und Dr. med. Roger Gerke.

Foto: Bethesda

Dabei informiert der bundesweit anerkannte Bluthochdruckspezialist Prof. Dr. med. Bernd Sanner über die aktuellen Leitlinien zur Therapie von Bluthochdruck und was jeder selbst durch Lebensstiländerung tun kann, um den Blutdruck zu senken. Prof. Sanner ist unter anderem Mitglied im Expertenteam der Deutschen Hochdruckliga (DHL), wurde von der Europäischen Gesellschaft für Hypertonie (ESH) als Hypertension Specialist of ESH zertifiziert und hat die neuen Patientenleitlinien Bluthochdruck und Koronare Herzerkrankung (KHK) maßgeblich mitentwickelt.

Dr. Roger Gerke, Leiter der Invasiven Kardiologie und des zertifizierten Zentrums für renale Denervation am Bethesda, stellt die Nierenearteriendenervation vor, eine innovative Behandlungsmöglichkeit, wenn der Blutdruck trotz Lebensstiländerung und gut eingestellter Medikamente zu hoch bleibt. Dabei werden über einen Katheter in den Nierenarterien Nervenfasern des Sympathikus verödet, um die Stresshormonaktivität und damit den Blutdruck dauerhaft zu senken.

Im Anschluss an die Vorträge gibt es für die Besucher ausreichend Gelegenheit, den Experten Fragen zu stellen. Weitere Informationen unter www.bethesda-wuppertal.de oder Telefon 0202 / 290 -0.

Die arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) ist die häufigste internistische Erkrankung: Nahezu 40 Prozent der Menschen in den westlichen Industrienationen sind von Bluthochdruck betroffen und haben zu hohe Blutdruckwerte. „Wichtig zu wissen ist“, so der Bluthochdruckexperte Prof. Sanner, „schon minimale Erhöhungen des Blutdrucks führen zu einer deutlichen Erhöhung des Risikos für Herz-Kreislauf-Komplikationen.“

Denn zu hoher Blutdruck schädigt die Gefäße: Wie werden steifer, verkalken und letztlich können alle Organe, besonders das Herz, das Hirn und die Nieren Schaden nehmen. Daher kommen einer frühzeitigen Diagnose und Therapie eine wesentliche Bedeutung zu. Zwar wissen über 80 Prozent der Betroffenen, dass sie an Bluthochdruck leiden, aber nur etwa drei Viertel der Behandlungsbedürftigen werden überhaupt therapiert – und bei gut der Hälfte ist der Blutdruck nicht so eingestellt, wie er sein müsste, um Folgeschäden zu verhindern.

Das Gefährliche: Die meisten spüren nichts davon. Manche fühlen sich mit erhöhten Werten sogar leistungsfähiger. Erst Beschwerden wie Brustdruck, Atemnot oder morgendliche Kopfschmerzen können Hinweise geben. „Bluthochdruck ist also häufig, gefährlich und trotzdem selbst in einer westlichen Industrienation noch immer nicht konsequent genug behandelt“, mahnt Prof. Sanner.

In Europa gilt ein Blutdruck ab 140 zu 90 Millimeter Hg in der Arztpraxis als Bluthochdruck, darunter gibt es einen Bereich „erhöhter Blutdruck“, der je nach Begleiterkrankungen ebenfalls riskant sein kann.

„Heute setzen wir bei der Therapie zuerst auf den Lebensstil: Gewicht senken, salzärmer und mediterran essen, weniger Alkohol, mehr Ausdauerbewegung. Reicht das nicht, beginnen wir in der Regel direkt mit einer gut verträglichen Kombination aus zwei blutdrucksenkenden Wirkstoffen in niedriger Dosis, um möglichst Werte um 120 bis 130 Millimeter Hg systolisch bei Jüngeren zu erreichen“, so Sanner.

Bei therapieresistenter Hypertonie kann eine renale Denervation helfen: Über einen Katheter werden Nervenfasern an den Nierenarterien verödet, um die Stresshormonaktivität dauerhaft zu senken. Das Bethesda ist zertifiziertes Renales Denervationszentrum, eines der wenigen in Deutschland.