Im Frühjahr 2016 zog die damalige Frauenklinik von der Vogelsangstraße auf das zentrale Helios-Gelände. Dadurch rückte die Medizin näher zusammen – und damit auch die Sicherheit für Patientinnen und Neugeborene. Aus dem Standortwechsel wurde ein Versorgungskonzept für Frauen und Familien. „Kurze Wege schaffen Sicherheit“, sagt Klinikdirektor Prof. Dr. med. Markus Fleisch.
Im Klinikalltag sei dieser Satz von besonderer Bedeutung, denn viele Behandlungen könnten so viel schneller erfolgen, die Kommunikation sei einfacher, und die räumliche Nähe der Mütter zu ihren Kindern im Mutter-Kind-Zentrum trage zum Bindungsaufbau und zur Entlastung der ganzen Familie bei.
Im Perinatalzentrum Level 1 ist das Team auf alles vorbereitet, auch auf jene Momente, die sich niemand wünscht, wenn eine Geburt nicht nach Plan verläuft. „Sicherheit entsteht durch Vorbereitung“, erklärt Prof. Fleisch. Dass Spezialisten für Früh- und Risikogeborene buchstäblich nur eine Tür weiter bereitstehen, nehme werdenden Eltern eine riesige Last von den Schultern.
Doch Frauenheilkunde ist am Campus Barmen auch dort zu Hause, wo es um schwere Diagnosen wie Krebs oder Endometriose geht. In den diversen Spezialisierungen und den drei zertifizierten Zentren der Klinik, die in den vergangenen zehn Jahren gestärkt und neu aufgebaut werden konnten wie das Brustzentrum oder das Gynäkologische Krebszentrum, gehe es „nicht nur um Behandlung oder Operation, sondern vor allem um den Menschen hinter der Diagnose“, so die Klinik.
In der Onkologie sei es zudem entscheidend, „vor dem Hintergrund der kontinuierlichen Fortschritte in Forschung und Entwicklung den Patientinnen früh innovative Therapien zukommen zu lassen. Die große Studienzentrale der Landesfrauenklinik ist hierfür Garant, so dass die Wuppertalerinnen vor Ort immer Zugang zu den modernsten Konzepten haben.“
Das gelte auch für chronische Erkrankungen wie die Endometriose, die für betroffene Frauen oft jahrelanges Leid bedeutet. Hier setzt das Team auf Zuhören und individuelle Behandlung, ein erster Schritt aus der Isolation für viele Betroffene. Dass die Klinik dabei modernste Technik wie den DaVinci-Operationsassistenten nutzt, verkürzt die OP-Zeit und den Heilungsprozess, „Es geht um Präzision für die Patientin, um eine schnellere Genesung und weniger Belastung“, erklärt der Klinikdirektor.
Nach zehn Jahren am Standort Barmen sei die Klinik mehr als eine medizinische Einrichtung, „sie ist für viele Familien ein fester Begleiter“. Die Einbindung von Selbsthilfegruppen zeige, dass die Sorge um die Patientinnen nicht an der Krankenhaustür ende. „Versorgung ist oft ein langer Weg, nicht nur ein einzelner Termin“, fasst der Experte zusammen.
Die Landesfrauenklinik lädt für Samstag (30. Mai 2026) von 10 bis 14 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein, um hinter die Kulissen der Landesfrauenklinik zu blicken und mit den Experten persönlich ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Blick geht an diesem Tag nicht nur zurück auf die erreichten Ziele. Für Prof. Markus Fleisch liegt die Zukunft „in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Anbetracht medizinischer Innovation und sich kontinuierlich verändernden Rahmenbedingungen“. Qualitätssicherung und Spezialisierung blieben dabei das Fundament. „Es ist genau dieser Anspruch, der die Essenz der vergangenen zehn Jahre bildet: In Barmen eine Frauenmedizin zu bieten, die universitäre Spitzenmedizin mit tiefer lokaler Verbundenheit vereint“, betont Prof. Fleisch.
Mehr zum Programm steht unter www.helios-gesundheit.de/veranstaltungen-wuppertal