Gesundheitsamt und Uni Projekt „Gesund aufwachsen in der Nordstadt“ gestartet

Wuppertal · Wie können Kinder in Wuppertal gesünder aufwachsen? Mit dieser Frage hat sich zur Auftaktveranstaltung des Projekts „Gesund aufwachsen in der Nordstadt“ eine Gruppe der Stadtverwaltung und der Bergischen Universität befasst.

Kinder in der Nordstadt sind die Zielgruppe des Projekts (Symbolbild).

Foto: Achim Otto

Anlass des neuen Projekts des städtischen Gesundheitsamts sind die Daten der Schuleingangsuntersuchungen, die laut Verwaltung für Wuppertal einen deutlichen Handlungsbedarf aufzeigen: „Rund jedes fünfte Kind weist Auffälligkeiten im Bereich der psychischen und sozioemotionalen Kompetenzen auf und jedes zehnte Kind hat Adipositas.“

Besonders betroffen sind demnach Quartiere mit herausfordernden sozialen Strukturen wie die Nordstadt. Schwerpunkt des Projekts ist daher die Förderung von Bewegung, gesunder Ernährung und der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in genau diesem Stadtteil.

„Unser Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die Kindern unabhängig von ihrer sozialen Lage ein gesundes Aufwachsen ermöglichen“, erklärt Julius Spiecker (Projektverantwortlicher aus dem Gesundheitsamt). „Wir sehen Gesundheit dabei als ein Querschnittsthema. Daher wollen wir gemeinsam mit Akteurinnen und Akteure aus der Stadtverwaltung und aus dem Quartier Maßnahmen für Kinder, Jugendliche und deren Familien entwickeln“, ergänzt Vincent Utech (Projektpartner von der Alten Feuerwache). Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich beteiligen.

Das Projekt wird gemeinsam vom Gesundheitsamt und der Alten Feuerwache, einem Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe, umgesetzt. Die Techniker Krankenkasse fördert das Projekt, die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Bergische Universität.