Elberfeld Kohlenmonoxid: Zwei Personen mussten in eine Druckkammer

Wuppertal · Zwei Menschen haben am Dienstag (21. April 2026) in einer Wohnung in der Elberfelder Deweerthstraße Verletzungen zugezogen, nachdem Kohlenmonoxid aus einer defekten Gasttherme ausgeströmt war.

Symbolbild.

Foto: Christoph Petersen

Die Feuerwehr war kurz nach 4 Uhr alarmiert worden, weil sich die Personen plötzlich unwohl fühlten. „Die Einsatzkräfte trafen zwei Menschen mit klaren Symptomen an, allerdings waren beide noch bei Bewusstsein. Einer dritten Person in der Wohnung ging es augenscheinlich gut“, heißt es aus der Leitstelle.

Die Kohlenmonoxid-Messgeräte zeigten stark erhöhte Werte in den Räumen an. Die Einsatzkräfte machten sich im betroffenen Wohnhaus und in einem Nachbarhaus auf die Suche nach der Ursache. Sie entdeckten eine defekte Gastherme im Badezimmer der Wohnung, in der die Verletzten leben. Ein Notarzt kümmerte sich um die beiden.

Eine Blutgasanalyse ergab bei beiden so hohe COHb (Carboxyhämoglobin)-Werte, dass sie nach Düsseldorf in eine Druckkammer gebracht werden mussten. Die dritte Person konnte in der Wohnung bleiben. Die Einsatzkräfte nahmen die defekte Therme außer Betrieb, die Wuppertaler Stadtwerke stellten später die Gasversorgung des Wohnhauses ab. Dort ist ohnehin nur die eine Wohnung bewohnt.

„Kohlenmonoxid ist geruchslos, ein Austritt fällt oft erst auf, wenn Symptome auftreten. Dazu gehören Kopfschmerzen, Schwindel und Herzrasen, je nach Konzentration auch Verwirrtheit oder Atemnot“, so die Feuerwehr. „Bei starker Konzentration kann eine CO-Vergiftung zu Bewusstlosigkeit oder gar zum Tod führen.“ Als erste Maßnahmen vor Eintreffen der Rettungskräfte empfiehlt die Feuerwehr, mögliche Quellen abzustellen und die Wohnung durchzulüften.