Themenwochen Studienzweifel 2026 Auftakt mit persönlichem Einblick und neuen Perspektiven

Wuppertal · Zum siebten Mal organisiert die Zentrale Studienberatung der Bergischen Universität Wuppertal im Rahmen von „bergauf. Perspektiven bei Studienzweifeln“ gemeinsam mit mehr als 30 Hochschulen in NRW die Themenwochen Studienzweifel.

Blick vom Ölberg auf den Sparkassen-Turm und die Bergische Uni.

Foto: Achim Otto

Ziel der landesweiten Veranstaltungsreihe ist es, Studentinnen und Studenten zu ermutigen, offen über Zweifel am Studium zu sprechen und sich frühzeitig über alternative Bildungs- und Berufswege zu informieren. Den digitalen Auftakt an der Bergischen Universität bildet am 2. März 2026 um 10 Uhr eine Gesprächsrunde mit dem ehemaligen Maschinenbaustudenten und heutigen Autor und Podcaster Luca Bischoni.

Im Austausch mit Studienberaterin Jennifer Abels (Bergische Universität Wuppertal) und Studienberater Sebastian Hopp (TU Köln) gibt er einen persönlichen Einblick in die Gedankenwelt von Studentinnen und Studenten, die an ihrem Studium zweifeln. Bischoni, Autor des Buchs „Als man mir den Stecker zog“ und Podcaster von „Psychologie – die menschliche Energie“, berichtet von seinem langen Zögern vor einem Fachwechsel, von Einsamkeit in einer belastenden Phase – aber auch davon, was ihm in der Krise geholfen hat und warum es wichtig ist, über Gefühle zu sprechen. Seine Überzeugung: „Es gibt immer einen Weg – manchmal muss man an der Kreuzung einfach jemanden fragen.“

Im Rahmen der Themenwochen laden Studienberaterinnen und -berater der nordrhein-westfälischen Hochschulen, die sich im landesweiten Programm „Next Career“ zusammengeschlossen haben, zu über 40 Veranstaltungen ein. In Vorträgen, Talks und Workshops haben Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, mit Mitstudierenden und Fachleuten ins Gespräch zu kommen und sich umfassend über Studienfach- oder Hochschulwechsel, berufliche Neuorientierung oder einen möglichen Studienausstieg zu informieren. Die Zentrale Studienberatung der Bergischen Universität Wuppertal beteiligt sich mit sechs lokalen Veranstaltungen an der Reihe.

Vielfältige Unterstützung für unterschiedliche Bedarfe

Die Themenwochen bieten Studentinnen und Studenten umfassende Unterstützung: Sie können ihre aktuelle Situation reflektieren, persönliche Kompetenzen weiterentwickeln und erste Schritte hin zu einer gut begründeten, individuellen Entscheidung gehen. Ergänzt wird die Beratung durch Expertinnen und Experten des Arbeitsmarktes, etwa von der Agentur für Arbeit oder den Kammern, die über alternative Bildungswege außerhalb der Hochschule informieren.

Mit Tabus brechen und Chancen sichtbar machen

Zweifel am Studium sind weit verbreitet, gelten jedoch noch immer als gesellschaftliches Tabuthema. Mit den Themenwochen möchten die beteiligten Hochschulen ein Zeichen gegen das Stigma des Zweifelns und Scheiterns setzen. Organisiert von Studienberatungen und Career Services in NRW macht die Veranstaltungsreihe deutlich: Zweifel können auch eine Chance sein, neue Perspektiven zu entwickeln. „Die Gründe für Studienzweifel sind vielfältig – Offenheit und Verständnis können Studierenden helfen, sich einer neuen Herausforderung zu stellen“, berichtet Studienberaterin Jennifer Abels.

Starkes Netzwerk der NRW-Hochschulen

Die Themenwochen Studienzweifel profitieren von einem stetig wachsenden Netzwerk: Während zu Beginn 13 Hochschulen beteiligt waren, engagieren sich heute rund 30 Hochschulen im Programm „Next Career“, das seit 2017 vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW (MKW) gefördert wird. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht einen intensiven Austausch zu erfolgreichen Angeboten und stellt sicher, dass Studentinnen und Studenten an nahezu allen Hochschulstandorten in NRW Zugang zu passenden Unterstützungsformaten erhalten.

„Wir sind stolz auf das umfangreiche und niedrigschwellige Angebot, das die NRW-Hochschulen in den letzten Jahren aufgebaut haben“, betont Dr. Christine Hummel (Leiterin der Zentralen Studienberatung der Bergischen Universität). „Es ist wichtig, Studierenden in schwierigen Phasen zu zeigen, dass sie mit ihren Erfahrungen nicht allein sind, ihnen Gesprächsangebote zu machen und konkrete Perspektiven aufzuzeigen.“