150 Plätze bis 2028 Bauarbeiten für Forensik in Ronsdorf gestartet

Wuppertal · An der Ronsdorfer Parkstraße haben am Dienstag (26. Mai 2026) die Bauarbeiten für eine forensische Psychiatrie mit 150 Plätzen begonnen. Entstehen sollen sieben Gebäude.

Die Gebäude der ehemaligen Standortverwaltung des Bundeswehr – hier ein Bild aus dem Jahr 2021 – sind inzwischen abgerissen.

Foto: Wuppertaler Rundschau / jak

„Die Klinik wird modernsten Sicherheitsstandards entsprechen, unter anderem durch einen 5,5 Meter hohen transparenten Zaun, der das Gelände umgeben wird“, kündigt das NRW- Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales an.

Bauherr ist das Land-Nordrhein-Westfalen, das rund 176 Millionen Euro investiert. Die Inbetriebnahme der Klinik durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist für 2028 geplant. Mit der Einrichtung entstehen demnach rund 200 neue Arbeitsplätze.

„Mit dem Baubeginn für die neue Klinik in Wuppertal und den weiteren Baumaßnahmen haben wir weitere Meilensteine bei den Kapazitätserweiterungen in der Forensik erreicht. Durch die entstehenden zusätzlichen Plätze wird die Versorgung und Therapie verbessert. Das trägt zur allgemeinen Sicherheit bei. Darüber hinaus werden die neuen Gebäude natürlich alle Sicherheitsstandards erfüllen“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Auch an weiteren Standorten finden Bauarbeiten statt: In Bedburg-Hau laufen sie seit Kurzem, dort wird für rund 120 Millionen Euro die bestehende LVR-Klinik um den „Campus II“ mit 144 Plätzen erweitert. In Lünen soll die neue forensische Klinik (ebenfalls 150 Plätze) wie geplant bis Jahresende fertiggestellt sein.

Das Land hatte 2012 mit dem zweiten Ausbauprogramm beschlossen, zusätzliche forensische Kliniken zu errichten. Bei der in Ronsdorf entstehenden Forensik handelt es sich um den dritten Klinikneubau aus diesem Programm. Ziel sei es, „dem Bedarf an Behandlungsplätzen nachzukommen“.

Das LWL-Therapiezentrum für Forensische Psychiatrie Münsterland in Hörstel ging 2023 in Betrieb. „Die forensische Klinik in Lünen soll wie beschrieben noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Anschließend wird es eine längere Test- und Inbetriebnahmephase geben, unterzubringende Personen und Mitarbeitende werden im ersten Halbjahr 2027 in die neuen Gebäude einziehen. Derzeit findet vor Ort der Innenausbau statt“, heißt es.