Seit dem 18. Februar 2026 lernen und arbeiten hier Talente gemeinsam an der Zukunft der Stadtverwaltung und sollen so die öffentliche Versorgung. Mit diesem Projekt reagiert die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben auf den Fachkräftemangel und den Generationenwechsel.
Das WTZ bietet Raum für bis zu 20 Auszubildende, wobei die Räume flexibel auf schwankende Zahlen reagieren können. Die Stadt positioniert sich damit als attraktive Arbeitgeberin, die Talente gezielt fördert und langfristig an sich bindet. Das neue Konzept bricht alte Strukturen auf und orientiert sich an modernen Arbeitswelten, wie sie bereits in der ehemaligen Bundesbahndirektion erfolgreich erprobt wurden“, so die Verwaltung.
Oberbürgermeisterin Miriam Scherff: „Das WupperTalentZentrum steht sinnbildlich für den Weg, den wir als moderne Stadt gehen: Wir brechen alte Strukturen auf und schaffen Raum für ein neues Verständnis von Verwaltung. Hier wachsen Talente, entstehen frische Perspektiven und wir gestalten aktiv die Zukunft Wuppertals. Es ist ein kraftvolles Signal, dass wir als Arbeitgeberin mutig vorangehen und auf Vernetzung sowie Innovation setzen.“
Personaldezernentin Sandra Zeh: „Mit dem neuen Zentrum antworten wir entschlossen auf den Fachkräftemangel und den Generationenwechsel. Wir bieten unserem Nachwuchs nicht nur moderne Arbeitsplätze mit Desksharing und Open-Space-Flächen, sondern fördern durch die Nähe zum Ausbildungsteam und zur Fortbildung echte Synergien. So binden wir unsere Mitarbeitenden langfristig und positionieren uns als attraktive, zukunftssichere Arbeitgeberin.“
Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) als Eigentümerin und Projektentwicklerin war eine zentrale Grundlage für die Umsetzung des Projekts. Die zuvor vom Jobcenter genutzten Flächen wurden in nur einem Monat umfassend modernisiert und auf die Anforderungen einer innovativen Arbeitswelt ausgerichtet.
GWG-Geschäftsführer Oliver Zier: „In kurzer Zeit konnten wir die Flächen so entwickeln, dass sie das neue Nutzungskonzept optimal unterstützen. Die gwg ist mit ihrem Unternehmenssitz hier vor Ort zuhause – umso mehr freuen wir uns über den Einzug des WTZ und heißen unsere neuen Nachbarn herzlich willkommen.“
Besonders im Erdgeschoss der Hausnummer 41 wird der Wandel deutlich. Hier bearbeiten die Auszubildenden künftig Aufgaben mit direktem Bürgerkontakt, wie etwa die An- und Abmeldung von Fahrzeugen. Ein neues Mutter-Kind-Büro unterstützt zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Das erste Obergeschoss dient als Freifläche für Begegnungen und After-Work-Veranstaltungen. Neben einem Konferenzraum, den die Beteiligten passend „Kino“ getauft haben, entsteht dort eine Bibliothek mit Lernplätzen für alle städtischen Auszubildenden. In den oberen Etagen finden sich konzentrierte Arbeitsplätze und Seminarräume für Coachings.
Direkt nebenan, in der Hoeftstraße 35, ziehen das Ausbildungsteam und die Kommunale Fortbildung ein. Diese räumliche Nähe soll es den Teams ermöglichen,“ Synergien effizient zu nutzen und den Nachwuchs optimal zu begleiten“. Die Gebäude, die zuvor das Jobcenter nutzte, wurden in einer intensiven einmonatigen Phase modernisiert und sind bis auf die oberste Etage barrierefrei zugänglich.