Kamjanske, seit Anfang Oktober Partnerstadt von Wuppertal, zählt 220.000 Einwohner und liegt im Osten der Ukraine. Sie liegt unweit der Stadt Dnipro, die ständig im Fadenkreuz des russischen Angriffskrieges steht. Eine Folge dieser unmittelbaren Nähe ist, dass zwischenzeitlich etwa 38.000 Flüchtlinge aus dem Kampfgebiet Schutz vor der ständigen Bedrohung durch Raketen und Drohnen in Kamjanske suchen.
„Entsprechend kritisch ist die Situation vor Ort. Eine marginale medizinische Versorgung, knappe Mittel für den täglichen Bedarf und die Angst vor der immer näher rückenden Front belasten das Leben der Bevölkerung“, sagt Anna Volkova, Pfarrerin der Kirche im Tal.
Sie sowie viele Helferinnen und Helfer haben bereits Ende Oktober 2025 einen ersten Hilfstransport mit medizinischem Material und weiteren benötigten Gütern organisiert und durchgeführt. Jetzt ist der zweite 40-Tonner im Zielgebiet angekommen. Im Gepäck: überwiegend Medizinutensilien zur Versorgung von Verletzten und hygienische Artikel.
„Bereits kurz nach der Ankunft hieß es aus Kamjanske: Danke für Eure Unterstützung, danke Wuppertal“, berichtet Anna Volkova – und erklärt: „Die Menschen dort sind so froh über diese Unterstützung, die auch für Solidarität und Mitgefühl steht, ihnen Mut und Hoffnung gibt.“
Parallel zur Vorbereitung des nächsten Transports läuft aktuell die Planung zur Gründung eines offiziellen Freundeskreises Wuppertal-Kamjanske. Der soll die Zusammenarbeit langfristig stärken und dazu beitragen, die Hilfsmaßnahmen weiter auszubauen. Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind willkommen, ebenso Spenden zur Finanzierung des Engagements für die Ukraine: Das Spendenkonto hat die IBAN DE 74 3305 0000 0000 3633 74.
Für Fragen und Infos gibt es die Homepage www.kirche-im-tal.de – und jeden Mittwoch von 15.30 bis 18.30 Uhr treffen sich die Aktiven im Familien-Café der Kirche im Tal an der Kleinen Flurstraße 1 in der Barmer Innenstadt.