Auf frischer Tat Polizei nimmt mutmaßliche Anlagebetrüger fest

Wuppertal · Die Wuppertaler Polizei hat am vergangenen Freitag (22. Mai 2026) einen 43 Jahre alten Mann und eine 39 Jahre alte Frau aus der Ukraine festgenommen. Sie stehen nach Angaben der Behörden im Verdacht, „bei einem professionell betriebenen Anlagebetrug mitgewirkt zu haben“.

Symbolbild.

Foto: Christoph Petersen

Zuvor hatte ein 66-jähriger Wuppertaler Anzeige erstattet. Er gab zu Protokoll, seit April 2026 Opfer eines Betruges geworden zu sein. Über eine Internetwerbung sei er auf eine Online-Plattform aufmerksam geworden, die suggeriert habe, mit einem geringen Startkapital große Gewinne erzielen zu können.

„Nach einer Erstinvestition von 250 Euro wurden ihm angeblich erwirtschaftete Gewinne vorgespiegelt. In der Folgezeit wurde er mehrfach über einen Messengerdienst aufgefordert, noch weitere Gelder zu investieren“, so die Staatsanwaltschaft und Polizei in einer gemeinsamen Stellungnahme. „Hierzu sollte er Beauftragten der angeblichen Online-Börse erhebliche Bargeldsummen übergeben.“

Und weiter: „In dem Glauben, eine gewinnträchtige Geldanlage zu tätigen, übergab er im April und Mai an sechs verschiedenen Tagen insgesamt 350.000 Euro an als Geldboten erscheinende Personen. Schließlich wurde er misstrauisch und wandte sich an die Polizei.“

Als er noch mehr Bargeld in Höhe von knapp 100.000 Euro übergeben sollte, griffen die Ermittler zu. Die als angebliche Geldboten erschienenen Beschuldigten wurden vorläufig festgenommen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden die beide Tatverdächtigen am Samstag (23. Mai) einem Haftrichter vorgeführt. Er erließ antragsgemäß Haftbefehl. Diese wurden gegen strenge Auflagen außer Vollzug gesetzt.