Dritter Service-Samstag Einwohnermeldeamt: Viel erledigt, aber zehn Prozent kamen nicht

Wuppertal · Beim dritten Service-Samstag des Wuppertaler Einwohnermeldeamtes am 21. Februar in der ehemaligen Bundesbahndirektion hat die Stadtverwaltung einen Höchststand bearbeiteter Dokumente registriert.

Personaldezernentin Dr. Sandra Zeh (li., mit OB Miriam Scherff) ist momentan auch für das Einwohnermeldeamt zuständig.

Foto: Wuppertaler Rundschau/rt

„218 Anträge für Personalausweise, 219 Anträge für neue Reisepässe und 17 vorläufige Personalausweise konnte das Team in seinem freiwilligen Wochenenddienst für die Bürgerinnen und Bürger erledigen. Außerdem wurden 176 Dokumente abgeholt“, so die Bilanz.

„Das ist eine Höchstleistung im Bürgerservice, für die ich mich ganz herzlich bedanke“, lobt Personaldezernentin Dr. Sandra Zeh, die bis zur Neubesetzung der Beigeordnetenposition des ausscheidenden Matthias Nocke nun auch als Dezernentin für das Einwohnermeldeamt und das Straßenverkehrsamt zuständig ist, den Einsatz.

Zur Bewältigung der „aktuellen, personell bedingten Terminknappheit“ werde man nicht nur künftig Personal dauerhaft ausschreiben und den Aufbau eines „Reserve-Pools“ prüfen, sondern auch die „Potenziale der Digitalisierung konsequent zur Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ nutzen, erklärte Zeh. „Unser Ziel ist es, auch ohne freiwillige Zusatzdienste am Wochenende ausreichend Termine anbieten zu können.“

Die Quote derjenigen, die sich Termine für den Samstag gebucht hatten, aber nicht erschienen sind, lag diesmal bei zehn Prozent. „Mit Blick auf ähnliche Erfahrungen an den Samstagen davor, sind wir das Risiko eingegangen und haben das System gezielt mit sechs Prozent überbucht“, erläutert Jochen Siegfried (Leiter des Bürgeramtes).

So seien „im Ergebnis fast keine Leerzeiten entstanden. Trotzdem wäre noch etwas Luft für weitere Anliegen gewesen. Das ist schade für die Bürgerinnen und Bürger, die keinen Termin bekommen haben.“ Siegfried appellierte daher erneut an alle, nicht wahrgenommene Termine abzusagen: „Das ist im Buchungssystem wirklich ganz einfach.“

Unter dem Strich konnten in der zusätzlichen Öffnungszeit von 8 bis 13 Uhr durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insgesamt 454 Dokumente bearbeitet werden. Der Service-Samstag war der dritte von fünf außerordentlichen Einsätzen, die das EMA-Team freiwillig leistet, um zusätzliche Termine für die Bürgerinnen und Bürger anbieten zu können.

Weitere Service-Samstage sind am 28. Februar sowie am 7. März jeweils von 8 Uhr bis 13 Uhr. In diesen Servicestunden können Anträge für Pässe und Personalausweise gestellt werden, „denn gerade diese Anliegen sind aktuell besonders nachgefragt“, so die Stadt. „So soll der Termin-Rückstau durch fehlendes Personal gerade vor den Osterferien spürbar abgemildert werden. Die Termine für die letzten beiden Service-Samstage werden fortlaufend im Reservierungssystem freigegeben.“