Wie leistungsfähig sind Politik und Verwaltung in Wuppertal, Solingen und Remscheid? Wo funktioniert Standortpolitik gut – und wo liegen aus Sicht der Wirtschaft noch Bremsklötze im System? Mit dem neuen „RegionalRadar“ will die IHK genau das deutlich machen. Mit grafisch aufbereiteten und teilweise interaktiven Kennzahlen, die unter www.regional-radar.de online abrufbar sind.
„Standortqualität ist jetzt messbar. Denn unser ,RegionalRadar‘ macht mit Zahlen sichtbar, wie die drei Städte in zentralen wirtschaftsrelevanten Bereichen abschneiden. Es liefert damit erstmals eine faktenbasierte Grundlage, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bergischen Städtedreiecks zu stärken und weiterzuentwickeln“, so IHK-Präsident Henner Pasch.
Bisher habe man zwar häufig über die Standortqualität diskutiert, aber ohne eine gemeinsame Datengrundlage zu haben. „So haben wir oft Einzelfälle statt des Gesamtbildes gesehen und Dinge auch unterschiedlich wahrgenommen“, verdeutlicht Pasch.
Das „RegionalRadar“ orientiert sich laut IHK an der unternehmerischen Praxis. „Erfolgreiche Unternehmen messen regelmäßig wichtige Kennzahlen und erkennen so Entwicklungen und Abweichungen. Mithilfe der Zahlen können sie gezielt nachsteuern“, heißt es.
Aus Sicht von Pasch spricht deshalb viel dafür, auch Standortpolitik noch mehr nach Zahlen zu steuern. „Politik und Verwaltung gestalten Rahmenbedingungen und diese haben messbare Effekte“, so der IHK-Präsident. Das „RegionalRadar“ zeige beispielsweise, dass die Laufzeit eines Bauantrags in Wuppertal durchschnittlich 406 Tage dauert, in Solingen 141 und in Remscheid 118 Tage. Auch die Krankheitstage in den drei Verwaltungen oder die Entwicklung der Personalzahlen würden „durch objektive Zahlen transparent und vergleichbar“.
Die Zahlen im „RegionalRadar“ sollen die Stärken und Schwächen der drei bergischen Großstädte offenlegen und diese vergleichbar machen – untereinander und teilweise mit den entsprechenden Entwicklungen in Bund und Land. Sie werden nach Angaben der IHK kontinuierlich aktualisiert und durch weitere Kennzahlen ergänzt. Damit könnten „nicht nur Muster erkannt, sondern künftig auch Fortschritte oder Rückschläge aufgezeigt“ werden.
„Die Zahlen liefern damit die Basis für bessere Entscheidungen durch die Verantwortlichen in Wuppertal, Solingen und Remscheid. Unser Regionalradar soll aber ein Instrument für alle sein: Für Politik und Verwaltung aber auch für Wirtschaft und Gesellschaft. Denn Steuerung beginnt mit Transparenz“, so der IHK-Präsident.