Nicht nur am Dienstag ver.di: ÖPNV-Warnstreik auch am Donnerstag

Wuppertal · Die Gewerkschaft ver.di weitet ihre Warnstreiks im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) aus. In Wuppertal fahren damit nicht nur am Dienstag (17. März 2026) keine Busse und Schwebebahnen, sondern auch am Donnerstag (19. März).

ver.di streikt weiter.

Foto: Christoph Petersen

Darüber hinaus sind für Mittwoch (18. März) die Fahrzeug- und Instandhaltungsteams zum Streik aufgerufen. Es könne deshalb an diesem Tag „zu Verspätungen bis zu Ausfällen“ bei Bussen und Schwebebahn kommen, kündigt ver.di an.

Nach Angaben der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) stehen am Dienstag und Donnerstag „die Angebote „Hol mich! App, AnrufSammelTaxi und TaxiBus nicht zur Verfügung“. Man empfehle wie immer, „sich frühzeitig über Mobilitäts-Alternativen zu informieren oder Fahrgemeinschaften zu organisieren.“ Die Kundencenter sind vom Warnstreik nicht betroffen, S-Bahnen und Regionalzüge fahren. Am Donnerstag sind auch Monheim, Leverkusen, Bergisch Gladbach, Solingen und Remscheid von den Streikmaßnahmen betroffen.

„Bereits im dritten Monat der Tarifrunde in Nordrhein-Westfalen gibt es keinen spürbaren Fortschritt“, begründet Stephanie Peifer (Geschäftsführerin ver.di Bezirk Düssel-Rhein-Wupper) den Aufruf. „Die Beschäftigten arbeiten seit Jahren unter massiv belastenden Bedingungen. Sie erwarten jetzt ein konkretes Angebot, welches ihnen gerecht wird.“

Und weiter: „Im ÖPNV in NRW stecken die Verhandlungen fest. Deshalb rufen wir erneut zu Streiks auf. Wir streiken nicht aus Prinzip. Wenn es Bewegung am Verhandlungstisch gibt, bleiben Streiks aus.“

Ziel sei es, „die hohe Belastung und Fluktuation im ÖPNV zu reduzieren und die Attraktivität der Arbeitsplätze“ zu stärken: „Dieses Ziel muss in den Verhandlungen erreicht werden, ansonsten ist der ÖPNV als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge gefährdet.“

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern habe „die Arbeitgeberseite in NRW bislang keine ausreichenden Angebote vorgelegt“. Daher sei „der Druck durch Arbeitsniederlegungen notwendig“.

(red/jak)