Förderbescheid übergeben 1,6 Millionen Euro den „Wuppertaler Klimagipfel“

Wuppertal · Einen Förderbescheid über 1.612.500 Euro hat Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff im Rathaus von der Parlamentarischen Staatssekretärin Sabine Poschmann in Empfang genommen.

Von li.: Annette Berendes (Ressortleiterin Grünflächen & Forsten), MdB Helge Lindh, Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Poschmann, OB Miriam Scherff, Projektverantwortlicher Alexander Richter (städtische Freiraumplanung) und Dezernentin Dr. Kathrin Linthorst.

Foto: Stadt Wuppertal

Mit den Fördergeldern aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ soll das Projekt „Wuppertaler Klimagipfel – es geht steil bergauf“ maßgeblich zur Entwicklung und besseren Vernetzung zentraler Freiräume im Wuppertaler Norden beitragen.

„Das Projekt verbindet Klimaanpassung mit Naherholung: Ziel ist es, die Grünflächen im Wuppertaler Norden miteinander zu vernetzen und dadurch einen zusammenhängenden Natur-, Erlebnis- und Erholungsraum zu schaffen. Durch neue Wegebeziehungen und eine gezielte Weiterentwicklung der einzelnen Orte entsteht ein Freiraumnetz, das Bewegung, Aufenthalt und Naturerleben miteinander verbindet“, erklärt die Verwaltung.

Im Zentrum stehen dabei die Nordbahntrasse, der Kaiser-Wilhelm-Hain und der Mirker Hain. Das Projekt wurde durch das Ressort Grünflächen und Forsten der Stadt Wuppertal entwickelt, zur Förderung eingereicht und wird dort auch federführend betreut.

Scherff: „Wir Kommunen stehen heute vor großen Herausforderungen – zunehmende Hitzeperioden, Trockenheit oder Starkregenereignisse waren auch bei uns in Wuppertal in den vergangenen Jahren deutlich spürbar.“ Umso bedeutender sei nun die Förderung des Bundes, die es Wuppertal ermögliche, umfangreich in die städtische Klimaanpassung mit dem Projekt „Wuppertaler Klimagipfel – es geht steil bergauf“ zu investieren, so die Oberbürgermeisterin. Scherff weiter: „Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Helge Lindh, der sich im Deutschen Bundestag engfür die Förderung seiner Heimatstadt eingesetzt hat und ebenso an Sabine Poschmann, die heute den Zuwendungsbescheid übergibt und damit die gute Zusammenarbeit von Bund und Kommune besiegelt.“

Staatssekretärin Sabine Poschmann: „Beim Klimaschutz und bei der Klimaanpassung geht es in Wuppertal steil bergauf. Der ‚Wuppertaler Klimagipfel‘ zeigt, wie Bund und Kommune gemeinsam konkrete Lösungen für Hitze, Starkregen und andere Klimafolgen entwickeln. Gerade Städte mit anspruchsvoller Topografie wie Wuppertal stehen bei der Klimaanpassung vor besonderen Herausforderungen. Zugleich zeigt sich hier, wie kreativ und vorausschauend solche Lösungen entstehen können: Grünflächen werden miteinander vernetzt, neue Aufenthalts- und Bewegungsräume geschaffen und Vorsorge für extreme Wetterereignisse getroffen.“

Dr. Kathrin Linthorst (Dezernentin für Klima- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Grünflächen, Gesundheit und Recht): „„Das Projekt besteht aus drei zentralen Bausteinen: Erstens neue und verbesserte Verbindungen zwischen den Grünanlagen für den nicht motorisierten Verkehr, um die Freiräume besser miteinander zu verknüpfen und für die Bevölkerung leichter zugänglich zu machen. Zweitens der Aufbau eines klimaresilienten Zukunftswaldes im Kaiser-Wilhelm-Hain inklusive Wald- und Klimalehrpfad als Ort für Naturerleben und Umweltbildung. Drittens die Umwandlung des ehemaligen Sportplatzes in einen Retentionspark zur Regenrückhaltung und gleichzeitig als Aufenthalts- und Bewegungsraum für Bürgerinnen und Bürger“, erklärt die zuständige

Zur Umsetzung des Projekts will die Stadtverwaltung ressortübergreifend zusammen mit Kooperationspartnern aus Umwelt- und Wasserwirtschaft, Vereinen und Initiativen zusammenarbeiten. Außerdem ist die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern im weiteren Planungsprozess vorgesehen. Das Projekt startet in diesem Jahr mit der Planung und Bürgerbeteiligung. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, die Fertigstellung und Eröffnung in 2028.