Barmen Baustart für die neue Realschule Leimbacher Straße

Wuppertal · Nachdem im Januar die Container für den Ausweichstandort der Realschule Leimbacher Straße auf dem Carnaper Platz aufgestellt wurden, ist nun der Innenausbau des Ausweichquartiers im Gange.

So soll Schule künftig aussehen.

Foto: Büro 360 Grad

Nach den Osterferien kann das erste Bestands-Gebäude leergezogen und der erste Bauabschnitt begonnen werden. Vorgesehen ist, dass 192 Schulkinder der Klassen 5 und 6 mit zehn Lehrkräften in die 52 Containermodule einziehen.

„Das Ausweichquartier ist nötig, weil die Gesamtsanierung der Realschule Leimbach im laufenden Schulbetrieb vorgesehen ist. Dadurch sind drei große Bauabschnitte erforderlich, die nur nacheinander abgearbeitet werden können. Entstehen wird ein Ersatzneubau. Der Altbau und die Mensa werden saniert und umgebaut“, so die Stadt.

Für den Ersatzneubau muss zunächst das Bestandsgebäude schadstoffsaniert werden, bevor es abgerissen werden kann: „Wenn der Neubau bezugsfertig ist, kann der Altbau leergezogen und saniert werden. Nach Fertigstellung des Altbaus wird das dritte Bestandsgebäude schadstoffsaniert und abgerissen. Mit den beiden Schulhöfen kommen anschließend noch zwei weitere Bauabschnitte hinzu.“

Die große Umbaumaßnahme ist eine logistische Herausforderung und erforderte viele Planungsschritte. Begonnen hat der Prozess im Jahr 2018 mit der „Phase Null“: In dieser Phase erarbeitet das städtische Gebäudemanagement (GMW) gemeinsam mit der Schule, welche Anforderungen erfüllt und welche baulichen Maßnahmen eingeleitet werden sollen. „Dieses Vorgehen hat sich bei anderen Schulbaumaßnahmen bewährt und ist inzwischen etabliert“, erklärt die Verwaltung.

Im Laufe der Zeit wurden demnach insgesamt acht Ausweichquartiere geprüft, vier Grundstücke und zwei Verwaltungsgebäude. „Sie kamen aus unterschiedlichen Gründen wie Lage, Größe, Zuschnitt, Zustand, anderer Bedarf oder Schadstoffbelastung nicht zum Zuge. Eine Komplett-Auslagerung hätte die Planung und Bauzeit erheblich verkürzt und Kosten gespart“, so die Verwaltung. „Anschließend wurden im Jahr 2019 verschiedene Ausweichquartiere geprüft: Die Komplettauslagerung auf das Grundstück In der Fleute 55 oder auf das Grundstück Spitzenstraße. Beides konnte nicht realisiert werden.“

Die Baugrundfläche, die vorher aus Kostengründen verringert worden war, wurde wieder größer, „aufgrund von Anforderungen, die der Bauvoranfrage zur entnehmen waren“. Damit stiegen die Kosten. Zweimal mussten die Planungen gestoppt werden, weil die Kosten zu hoch geworden waren, auch wegen der Explosion der Baupreise.

Im Jahr 2023 fiel der Planer für Heizung-Lüftung-Sanitär (HLS) aus und musste ersetzt werden. Nötig war dazu eine dreimalige EU-weite Ausschreibung, die Arbeit und ein ganzes Jahr Zeit kostete. Der neue Planer nimmt Nachbesserungen vor, was wiederum Zeit in Anspruch nimmt.

Der Rat der Stadt entschied sich 2023 für eine Teilauslagerung der Schule. Es werden Container auf dem Carnaper Platz aufgestellt, in die die Klassen 5 und 6 umziehen sollen. Der Innenausbau läuft aktuell.