Weil es ein „zentrales Thema der aktuellen Stadtentwicklung“ ist, hat Oberbürgermeisterin Miriam Scherff die Federführung mittlerweile in ihren Geschäftsbereich verlagert: „Die Entwicklung dieses Gebäudes ist ein Schlüssel für die Zukunft unserer Innenstadt. Deshalb ist es mir wichtig, dass wir das Thema strukturiert, transparent und mit dem nötigen Tempo bearbeiten.“
Scherff hat nach eigenen Angaben eine zentrale Struktur eingerichtet, deren Kern eine ressortübergreifende Gruppe unter Leitung des zentralen Projektkoordinators Marc Schulz bildet. Sie hat den Auftrag, in den kommenden Wochen alle wesentlichen Informationen rund um das Gebäude sowie mögliche Handlungsoptionen für die Stadt systematisch zusammenzustellen und zu bewerten.
„Im Mittelpunkt stehen dabei derzeit umfassende Prüfungen: Dazu gehören die Wirtschaftlichkeit eines Erwerbs im Vergleich zur Anmietung, eine technische Bewertung des Gebäudes sowie die Frage, ob die vorgesehenen städtischen Nutzungen im Gebäude umsetzbar sind“, so die Verwaltung. Diese Punkte seien „Voraussetzung für eine belastbare Entscheidungsgrundlage, damit Politik und Verwaltung sicher beurteilen können, ob das Gebäude in einem geeigneten Zustand ist und für die geplanten Zwecke genutzt werden kann“.
Aus Sicht der Stadt ist dabei entscheidend, „dass der Einfluss auf die weitere Entwicklung der Innenstadt möglichst groß bleibt und zugleich eine tragfähige und sinnvolle Bildungsnutzung für das Gebäude ermöglicht wird. Derzeit konzentrieren sich die Gespräche insbesondere auf die Option eines Erwerbs der Immobilie durch die Stadt, aber auch andere Modelle werden weiterhin intensiv geprüft.“ Man stehe „in einem sehr engen Austausch mit den Eigentümern des Gebäudes“.
Die politischen Gremien sollen „kontinuierlich in den Prozess eingebunden“ werden. Die Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionsspitzen im Rat wurden laut Verwaltung in der vergangenen Woche „ausführlich über den aktuellen Sachstand informiert“. Ziel sei es, „dem Rat noch vor der Sommerpause eine umfassende Beschlussvorlage vorzulegen. Auf dieser Grundlage soll der Rat über das weitere Vorgehen im Umgang mit der ehemaligen Kaufhof-Immobilie entscheiden können.“
Scherff: „Dieses Gebäude kann eine wichtige Rolle für die Zukunft unserer Innenstadt spielen – insbesondere, wenn es gelingt, dort eine starke Bildungsnutzung zu verankern und damit neue Impulse für die Innenstadtentwicklung zu setzen.“