Neumarkt und Neumarktstraße Knochenfunde bremsen City-Baustelle

Wuppertal · Unter dem Neumarkt haben Archäologen 18 Grabstätten entdeckt. Die Verzögerungen der Bauarbeiten sind Thema bei der Innenstadtkonferenz.

Die aktuelle Baustelle auf dem Neumarkt lässt tief blicken.

Foto: Rundschau/Vanessa Ambrosius

Die Zukunft der Elberfelder Innenstadt mitzugestalten – dazu sind Bürgerinnen und Bürger bei der Innenstadtkonferenz am Dienstag (21. April 2026) ab 18 Uhr in der City-Kirche am Kirchplatz eingeladen. Dort können sie ihre Ideen einbringen, Probleme ansprechen und mit dem neuen Innenstadtmanagement ins Gespräch kommen.

Passend dazu: Wie komplex Veränderungen in der City sein können, zeigt sich aktuell ganz konkret am Neumarkt. Dort haben Archäologen bislang 18 sehr alte Grabstätten des ehemaligen Zentralfriedhofs freigelegt, teilweise nur rund 30 Zentimeter unter der Oberfläche. Neben menschlichen Überresten fanden die Fachleute auch gut erhaltene Sargteile wie Nägel und Griffe. Die Funde werden derzeit sorgfältig dokumentiert und liefern neue Einblicke in die Geschichte Elberfelds.

Das heutige Neumarkt-Gelände wurde bereits 1631 von der Reformierten Kirche als Friedhof genutzt. Nach der Schließung der Begräbnisstätte rund um die heutige City-Kirche war es zwischen 1785 und 1803 der zentrale Friedhof der Stadt Elberfeld.

Die Entdeckungen haben konkrete Auswirkungen auf die laufenden Fernwärme-Bauarbeiten in der City: Planungen müssen angepasst werden, Abläufe verzögern sich. Während auf dem Neumarkt eine Lösung gefunden wurde, gestaltet sich die Situation an der Neumarktstraße deutlich komplizierter. Dort prüfen Fachleute derzeit alternative Möglichkeiten.

Klar ist: Die Arbeiten werden sich verzögern. Wie lange, ist noch offen. Wie es weitergeht, hängt von laufenden Untersuchungen und technischen Prüfungen ab.