Diese lägen „teilweise nur etwa 30 Zentimeter unter dem heutigen Straßenpflaster“ und seien Gräber des ehemaligen Friedhofes. „Insgesamt wurden bislang 18 Grabstätten aufgedeckt. Neben den Knochen fanden sich vor allem Reste der Särge, wie etwa Nägel und Griffe. Die gut erhaltenen Überreste werden derzeit durch die Archäologen dokumentiert“, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag (14. April 2026) mit.
Im Bereich des Neumarktes sei es den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) nach dem Fund der Gräber und einer Friedhofsmauer gelungen, „die Trassenführung so anzupassen, dass sie diesen Bereich umgeht und die Gräber unberührt bleiben. Mit diesem Teil der Fernwärmetrasse soll in der kommenden Woche begonnen werden.“
Im Bereich von Baulos 2 an der Neumarktstraße werde derzeit statisch geprüft, ob eine Trassenänderung über den bestehenden Mischwasserkanal möglich ist: „Eine Bauverzögerung lässt sich leider nicht vollständig vermeiden. Die WSW setzen alles daran, diese so gering wie möglich zu halten.“
Das Areal des heutigen Neumarktes wurde 1631 von der Reformierten Kirche erworben und als Friedhof genutzt. Nach der Schließung der mittelalterlichen Begräbnisstätte rund um die Citykirche 1785 war der Neumarkt der zentrale Friedhof Elberfelds. Bis 1803 haben hier, nach Konfessionen getrennt, die Bürgerinnen und Bürger Elberfelds ihre Angehörigen beigesetzt.