Der Schritt sei „einvernehmlich“ geschehen, heißt es in einer Mitteilung. Man bedanke sich bei beiden „für ihren Einsatz und ihr Engagement während ihrer Zeit im Verein. Für ihre sportliche wie auch private Zukunft wünschen wir beiden alles Gute und viel Erfolg.“
Für die Abgänge verlief die Saison unterschiedlich. Kamo, der im Sommer vom Oberligisten SC St. Tönis gekommen war, galt lange Zeit als feste Größe im Team. Er bestritt 16 Regionalliga- und vier Pokal-Partien. Insgesamt erzielte er fünf Tore. Weber kam dagegen wegen Verletzungen bislang nicht zum Zuge.
WSV-Fehlstart gegen Velbert
Trainer Mike Wunderlich war nach Angaben von Sportchef Gaetano Manno ausführlich mit in die Entscheidung eingebunden und hat sie aus sportlicher Sicht abgesegnet. Im Fall Weber, der vor der Saison vom Greifswalder SC ins Bergische Land gewechselt war, fehlte letztlich der Glaube daran, dass der 22-Jährige nach seiner langen Pause im Abstiegskampf schnell eine entscheidende Rolle spielen würde. „Wir haben momentan leider keine Zeit, ihn aufzubauen. Wir brauchen Spieler, die sofort funktionieren“, so Manno auf Anfrage der Wuppertaler Rundschau.
Etwas anders lag die Sache demnach beim Japaner Daiki Kamo (23). Mit dem zu Saisonbeginn noch verletzten Subaru Nishimura, dem deswegen vom Bremer SV nachverpflichteten Toshiaki Miyamoto (beide Japan) sowie Dominic Duncan (27, USA/Jamaika), die derzeit gesetzt sind, verfügte der Kader über vier Nicht-EU-Ausländer, in den Spieltagskader dürfen nur drei nominiert werden.
„Daiki will verständlicherweise unbedingt spielen. Wir wollten ihm keine Steine in den Weg legen. Letztlich ist es für beide Seiten das Beste“, erklärt Manno. Nach Rundschau-Informationen sind zahlreiche Oberligisten und mindestens ein Regionalligist interessiert, dem Vernehmen nach Velbert.
Dass der WSV nun noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird, schließt der Sportchef keineswegs aus: „Da ja jetzt Gelder freiwerden, halten wir die Augen nach einem Sechser offen, der mit seiner Erfahrung das Spiel lenkt. Ob das Budget auch einen jungen Stürmer hergibt, das müssen wir sondieren.“
Offen ist zudem, ob Neuverpflichtungen noch vor dem Auswärtsspiel am Samstag (31. Januar) um 14 Uhr beim direkten Konkurrenten SV Rödinghausen umgesetzt werden können. Die Transferperiode endet Anfang kommender Woche.