Fußball-Regionalliga Stephan Küsters beim WSV: „Fokus auf die letzten sieben Spiele“

Wuppertal · Der ehemalige Sportdirektor Stephan Küsters kehrt zum Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV zurück – zumindest bis zum Saisonende und in beratender Funktion. Das hat der Verein am Donnerstagnachmittag (2. April 2026) bekanntgegeben.

Stephan Küsters.

Foto: Dirk Freund

Küsters bringe „umfassende Erfahrung sowie fundierte Kenntnisse der Strukturen beim Wuppertaler SV mit. In den kommenden Wochen wird er den WSV gezielt begleiten und bei zentralen sportlichen Fragestellungen unterstützen.“ Vorausgegangen waren Gespräche des 54-Jährigen mit dem Vorstand und dem Verwaltungsrat. Man reagiere „mit der sportlichen Ergänzung“ auf die „sportlich anspruchsvolle Situation in der Schlussphase der Saison“.

Ziel sei es, „zusätzliche Expertise einzubringen und die Voraussetzungen für den angestrebten Klassenerhalt weiter zu stärken“. Man freue sich „sein ehrenamtliches Engagement und seine Bereitschaft, den Verein in dieser wichtigen Phase zu unterstützen“. Man danke auch „Viktoria Köln für die konstruktive Zusammenarbeit und das Entgegenkommen“.

„Ich kenne das Trainerteam. Die aktuelle Situation beim WSV ist nicht einfach, eher brutal schwierig. Deshalb glaube ich, dass der Verein Verstärkung gebrauchen kann. Es wurde viel durchgewechselt, die neuen Leute müssen sich erst einmal zurechtfinden“, so Küsters im Gespräch mit der Wuppertaler Rundschau über seine Motivation. „Ich hatte beim WSV zweieinhalb Jahre lang eine sehr, sehr schöne Zeit.“

Zunächst einmal liege „der komplette Fokus auf den letzten sieben Spielen. Da müssen wir unsere Hausaufgaben machen.“ Er wolle dem Trainerteam helfen, „zusätzliche Gespräche zu führen, denn dafür ist ja nicht immer Zeit“, zu unterstützen und „noch ein bisschen Energie“ hereinzubringen. Die Partie am Samstag (2. April, 14 Uhr, Stadion am Zoo) gegen den 1. FC Bocholt sei zwar „kein Endspiel, denn ich glaube, es wird sich fast bis zum Saisonende hinziehen“ – aber natürlich „enorm wichtig“.

Gleichzeitig müsse der Verein mit Blick auf die kommende Saison „die Weichen stellen“. Dabei sei klar: „Unsere Spieler sind die Wichtigsten.“ Zumal man in Verhandlungen mit externen Akteuren noch nicht sagen können, ob in der Regionalliga oder in der Oberliga gespielt werde. „Sobald das aber feststeht, muss der WSV sofort handeln können“, so der Ex-Profi.

Küsters war vom 24. Juli 2020 bis zum 1. April 2023 der Sportchef des WSV. Einen Monat später wurde er Sportlicher Leiter beim Drittligisten Viktoria Köln, wo er bereits von 2014 bis 2018 tätig war. Dort endete sein Engagement im Januar 2026. Die Trennung „nach der gemeinsamen Entscheidung, den im Sommer auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern“, verkündete seinerzeit Kölns Sportvorstand Franz Wunderlich, der Vater des aktuellen WSV-Coaches Mike Wunderlich.