Die Stimmen nach dem Spiel BHC-Trainer Pütz: „Punkte sind sehr wichtig für uns“

Wuppertal · Mit einem Sieg beim HSV Hamburg hat der Handball-Bundesligist Bergischer HC im Abstiegskampf vorgelegt. Die Stimmen nach der hart umkämpften Partie in der Sporthalle Hamburg.

BHC-Trainer Markus Pütz.

Foto: Dirk Freund

Markus Pütz (Trainer Bergischer HC): „Wir sind sehr zufrieden, dass wir zwei Punkte in Hamburg geholt haben – die sind sehr wichtig für uns. Wir spielen eine gute erste Halbzeit, machen uns aber das Ergebnis durch unsere technischen Fehler kaputt. Wir begehen im ganzen Spiel 14 Stück, Hamburg macht sieben. Das ist ein hohes Missverhältnis. Deshalb geht es nur mit 18:17 in die Halbzeitpause, obwohl wir schon 17:14 geführt haben.

Es war sicher kein Spiel, das von den Torhütern geprägt war. Aber wir mussten gut angreifen, weil Hamburg eine überragende Qualität in der Offensive hat. Wir hatten Probleme im Sieben gegen Sechs. Da haben wir nicht die Lösungen gefunden, so dass es uns entgegenkam, dass Niklas Weller schon früh zweimal zwei Minuten hatte.

Gerade in der Phase, als das Spiel hätte kippen können bei 26:25, haben wir es wieder gedreht. Da machen die Jungs auch in der Schlussphase immer wieder vorne abgezockt Tore. Das war schon stark. Deswegen haben wir wichtige Punkte im Abstiegskampf geholt.“

Torsten Jansen (Trainer HSV Hamburg): „Es war letztlich ein verdienter Sieg, auch wenn ich das ungern heute sage. Alleine statistisch kann man in den Wurfquoten Unterschiede sehen. Die waren bei uns nicht so gut. Wir haben dann auch einfache Tore bekommen. Das schlägt irgendwann aufs Gemüt. Als wir die Phase hatten, in der wir dann mal führen, haben wir den Moment nicht genutzt.

Das ist einfach schade. Das war auch die Situation, in der wir lange verteidigen und am Ende Noah Beyer dann irgendwie den Ball bekommt und wir da ein bisschen pennen. Das macht einen schon fertig – auch das eine oder andere Eier-Tor. Das reiht sich dann aneinander, und in der Summe ist es dann zu viel.

Wir stehen mit leeren Händen da, was mich unheimlich wurmt. Das Spiel wollten wir unbedingt gewinnen. Wir hatten eine gute Woche nach der Länderspielpause. Aber da kann man wieder sehen, dass es alles trügt. Egal wie man trainiert hat, ob es dann auch umgesetzt wird, ist eine andere Frage. Die Punkte haben wir liegenlassen. Wir wollten sie holen, zu Hause hätten wir sie eigentlich holen müssen. Schade, aber so ist es.“

Fabian Gutbrod (Sportlicher Leiter Bergischer HC): „Nüchtern analysiert haben wir zu viele technische Fehler gemacht und zu viele Würfe von sechs Metern bekommen. Trotzdem gewinnen wir, weil wir mental extrem gut gewesen sind. Weil wir gut angegriffen und viele Zweikämpfe gewonnen haben. Weil wir einen breiten Kader hatten, in dem eigentlich alle Spieler funktioniert haben.

Das waren sehr wichtige zwei Punkte. Enorm geholfen hat uns Kim Voss-Fels. Er war unheimlich emotional, hat gut gedeckt und hat zwei ganz wichtige Tore geworfen.“

(red)