Wuppertal-Nord Aus für die Ampel im Autobahnkreuz

Wuppertal · Deutschlands einzige Signalanlage innerhalb eines Autobahnkreuzes ist bald Geschichte. Der Verkehr im Bereich Wuppertal-Nord soll dadurch flüssiger werden. Die Pläne sorgen für Protest.

So soll‘s mal aussehen: Die blau eingefärbte Fahrspur zeigt die A1. Links geht es Richtung Bremen, rechts Richtung Köln.

Foto: Die Autobahn GmbH Westfalen

Vieles ist zum Umbau des chronisch überlasteten Autobahnkreuzes noch unklar. Kosten nennt die Autobahn GmbH nicht („Rätselraten, wie sich die Preise in den kommenden Jahren entwickeln“), auch der Zeitrahmen wird nur grob auf sechs bis sieben Jahre geschätzt. Wann es losgehen soll, ist ebenfalls noch fraglich.

Das liegt daran, dass das Projekt ein überaus aufwändiges Planfeststellungsverfahren durchlaufen muss. Während dieses Vorgangs kann etwa geklagt werden. Die vorgestellten Skizzen könnten noch verändert werden.

Der aktuelle Stand sieht allerdings so aus: Brücken werden gebaut, neue Anschlussstellen errichtet sowie die bundesweit einzigartige Ampelanlage innerhalb eines Autobahnkreuzes abgerissen. Ziel ist es, den Verkehrsfluss zu verbessern und die Sicherheit zu erhöhen. Die Verantwortlichen rechnen zudem mit einem weiteren Anstieg des PKW- und LKW-Verkehrs bis 2040.

Bei der Vorstellung der Pläne am vergangenen Montag im Martin-Luther-Haus in Sprockhövel zeigten sich einige der 140 Anwesenden wütend. Die Anwohner und Pendler befürchten jahrelange Belastungen durch Baustellenverkehr, Umleitungen und zusätzliche Staus. Einige Teilnehmer äußerten Zweifel, ob der finanzielle Aufwand im Verhältnis zum Nutzen stehe. Sabine Noll, Bürgermeisterin von Sprockhövel, appellierte an die Autobahn GmbH, sich mit der Stadt abzustimmen, etwa bei Umleitungen.

Für Ärger sorgt ebenfalls, dass keine zusätzlichen Schallschutzwände aufgebaut werden. Das gehe nur, wenn sich der Geräuschpegel erheblich ändere, erklärte ein Vertreter des beauftragten Planungsbüros. Die Wuppertaler CDU widerspricht dieser Ansicht und will überprüfen lassen, ob die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Laut einer Pressemitteilung gehe man davon aus, dass nach dem Umbau strengere Lärmschutzgrenzen gelten würden.