Fußball-Regionalliga WSV: Wahlen, Saisonplanung und doppelte Sperre

Wuppertal · Beim abstiegsbedrohten Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV tritt am Mittwoch (1. April 2026) der neu gewählte Verwaltungsrat zusammen. Im Hintergrund laufen die sportlichen Planungen für die neue Saison.

Der neue Verwaltungsrat Andreas Mucke (li.) bedankte sich beim bisherigen Verwaltungsratsvorsitzenden Dr. Jürgen Hoß.

Foto: Dirk Freund

Bei der konstituierenden Sitzung wählt das neunköpfige Gremium um Dirk Polick und Ex-Oberbürgermeister Andreas Mucke den neuen Vorsitzenden des Verwaltungsrats. Gleichzeitig sollen die inhaltlichen Aufgaben verteilt werden. Hauptaufgabe des Verwaltungsrates ist es, die Arbeit des Vorstandes zu überwachen, aber auch, ihn zu beraten. Zudem kann er Vorstandsmitglieder bestellen oder von ihren Aufgaben entbinden.

Momentan besteht der Vorstand aus Ludger Kineke und Dr. Jochen Leonhardt, möglich sind vier Personen. Kineke bekräftigte am Sonntag (29. März 2026) gegenüber der Rundschau noch einmal, sein Amt weiter fortführen zu wollen. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, so der Steuerberater und Rechtsanwalt. Ziel müsse sein, gemeinsam die bevorstehenden Aufgaben zu bewältigen.

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WSV-Mitgliederversammlung 2026

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Dazu gehört unter anderem die Planung für die kommende Saison, die aufgrund der prekären tabellarischen Lage zweigleisig läuft – für die Regionalliga, aber eben auch für die Oberliga Niederrhein. Doch, wer ist involviert? „Dr. Jochen Leonhardt und ich sind ja keine Fußball-Experten. Deshalb steht uns Thomas Richter (im Dezember als Vorstandsmitglied zurückgetreten, Anm. der Red.) zur Seite, und auch Gaetano Manno steht ja bei uns noch bis zum Saisonende in Lohn und Brot“, so Kineke.

Der Verein hatte am 12. März mitgeteilt, dass der Sportliche Leiter Manno alle Arbeiten rund um das Tagesgeschäft der ersten Mannschaft bis zum Vertragsende im Sommer ruhen lässt, aber noch „Scouting-Aufgaben“ übernimmt. Zudem steht er zur Verfügung, wenn inhaltliche Fragen (eben zum Vertragswesen) auftauchen. Bliebe der WSV in der Regionalliga, würden sich einige Verträge automatisch verlängern. Für die Oberliga müsste der Kader komplett neu zusammengestellt werden.

Trainer Mike Wunderlich bereitet das Team unterdessen auf das viertletzte Heimspiel der Saison vor. Klar war bereits, dass er am Samstag (4. April) ab 14 Uhr gegen den 1. FC Bocholt im Stadion am Zoo auf Subaru Nishimura und Celal Aydogan verzichten muss. Beide waren in der kuriosen Partie gegen die Sportfreunde Lotte (0:0) vom Platz geflogen. Inzwischen stehen auch die Strafen fest: Nishimura muss gegen Bocholt und am 10. April bei der U23 des VfL Bochum pausieren, Aydogan zusätzlich am 19. April gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach.

Maximal 21 Punkte kann der WSV noch einfahren. In den letzten vier Partien geht gegen RW Oberhausen (auswärts, 25. April), den FC Gütersloh (Heimspiel, 2. Mai), die U23 von Fortuna Düsseldorf (auswärts, 9. Mai) und gegen den Bonner SC (16. Mai). Spätestens danach steht zumindest sportlich fest, wohin die Reise des WSV führt.