„Offenbar wurde sie unterspült. Eine tragende Wand des Gebäudes hat ebenfalls nachgegeben“, berichtet die Feuerwehr. Sie hat das Haus und ein Nachbargebäude evakuiert. Drei Menschen mussten ihr Zuhause aus Sicherheitsgründen umgehend verlassen. Das Gebäude darf vorerst nicht mehr betreten werden.
Der eingerichtete Krisenstab der Stadt bespricht nun das weitere Vorgehen. Eingebunden sind unter anderem die städtische Bauaufsicht, das Technische Hilfswerk (unter anderem mit einem Baufachberater) und die Wuppertaler Stadtwerke (WSW). Mitarbeiter der Gas-, Wasser und Stromsparte der WSW sind inzwischen vor Ort. Mit Hilfe von Baggerarbeiten wird am Nachmittag die Zuleitung zum Haus von der Hauptleitung getrennt. (Bilder)
Haus ist einsturzgefährdet
Wie lange sich die Arbeiten hinziehen, ist momentan noch nicht absehbar – ebenso die Antwort auf die Frage, ob das Haus grundsätzlich gerettet werden kann und welche Maßnahmen dafür notwendig sind. Nach Angaben von Thomas Eiting vom Presseamt der Stadt bestehen „massive Schäden“.
Die stark frequentierte Kreuzung Düsseldorfer Straße / Wiedener Straße / Bahnstraße, an der das Haus steht, ist bis auf Weiteres nicht befahrbar. Das müsse auf jeden Fall bis mindestens Mittwochmittag so bleiben, so Thomas Eiting auf Anfrage der Rundschau. Dann soll das entsprechende Gutachten vorliegen.
Die Wiedener Straße ist momentan ab dem Kirchfelder Weg gesperrt, die Bahnstraße ab dem GEPA-Weg. Auf der Düsseldorfer Straße ist ab der Ladestraße die Weiterfahrt untersagt sowie in der Gegenrichtung ab Saurenhaus an der Anschlussstelle Dornap der A535.
Die Polizei empfiehlt, den Bereich weiträumig zu meiden. Es wird mit größeren Behinderungen im Feierabendverkehr gerechnet, aber mutmaßlich auch in den kommenden Tagen. Statiker Florian Pohlhaus vom Bauordnungsamt bestätigte gegenüber der Rundschau, dass der Bereich auch für Fußgängerinnen und Fußgänger zurzeit nicht freigegeben werden könne.