Genauso wie die AWG (Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal) setzt auch der Eigenbetrieb Straßenreinigung (ESW) seit Jahren auf den kontinuierlichen Ausbau seiner E-Fahrzeugflotte. Inzwischen sind vier E-Transporter beim ESW im Einsatz . Vor gut zwei Jahren haben zwei Ford-Sammelfahrzeuge in diesem Bereich den Anfang gemacht.
Neben dem Beitrag zum Klimaschutz erweise sich die Umstellung auf E-Fahrzeuge auch mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen rund ums Tanken als wegweisend. „Natürlich ist die Entwicklung der Spritpreise aus unternehmerischer Sicht auch für uns ein Thema, so dass wir im Nutzfahrzeugbereich Alternativen prüfen und diese im Tagesbetrieb testen“, sagt AWG-Geschäftsführer und ESW-Betriebsleiter Sascha Grabowski. „Abgesehen davon, dass wir auch mit unseren E-Fahrzeugen Tag für Tag auf der Straße präsent sind, ergeben sich durch die Wuppertaler Topografie besondere Einsatzbedingungen.“
Diesen stellen sich beim ESW mittlerweile drei vollelektrische Großkehrmaschinen und sieben vollelektrische Kleinkehrmaschinen. Hinzu kommen aktuell sieben E-Pkw und die nun vier Transportfahrzeuge, die sowohl bei der Straßenreinigung wie auch beim Winterdienst im Einsatz sind – mit entsprechender Ladeinfrastruktur auf dem ESW-Betriebshof am Klingelholl.
Die emissionsfreien Elektrofahrzeuge sollen einerseits zum Klimaschutz und zur Reduzierung des Verkehrslärms in Wuppertal beitragen. Andererseits eignen sie sich mit ihren Reichweiten auch für die vielen täglichen Touren der ESW-Teams im Stadtgebiet. „Diese halten steile Anstiege ebenso bereit wie den täglichen Stop-and-go-Verkehr auf den insgesamt gut 950 Straßenkilometern, für die der ESW bei der Straßenreinigung zuständig ist“, heißt es.
Aber auch bei den Bestandsfahrzeugen mit Dieselbetrieb setzen ESW und AWG gemeinsam Zeichen: Die Neuanschaffungen entsprechen den aktuellen Abgasnormen und gesetzlichen Vorgaben bei der kommunalen Fahrzeugbeschaffung.
Zudem werden viele Einsatzfahrzeuge beider Unternehmen im Zuge einer Kooperation mit dem Entsorgungsunternehmen Remondis am Uhlenbruch in Nächstebreck mittlerweile mit dem klimafreundlichen Kraftstoff HVO 100 betankt: Dieser wird aus biologischen Rest- und Abfallstoffen, wie beispielsweise Pflanzenöl oder -fett, erzeugt. Im Vergleich zu fossilem Diesel hat HVO 100 eine deutlich geringere Kohlendioxid-Bilanz und reduziert die Treibhausgas-Emissionen.
Sascha Grabowski: „Mit dieser Kombination fahren wir beim ESW und bei der AWG im wahrsten Sinne des Wortes gut und sind bei unserer betrieblichen Mobilität modern aufgestellt. Selbstverständlich tauschen wir uns auch mit anderen kommunalen Unternehmen aus, was ihre Erfahrungen mit der Elektromobilität bei der Straßenreinigung und bei der Müllabfuhr angeht. Und dass wir dabei auch die technischen Entwicklungen bei der begrenzten Zahl an Fahrzeugherstellern und geeigneten Modellen für unseren Bereich im Blick halten, versteht sich von selbst.“