Damit setzt der Club sein langjähriges Engagement für die Gemeinwesenarbeit im Stadtteil Uellendahl fort und stärkt ein Projekt, das seit 25 Jahren für Integration, Bildung und Zusammenhalt steht.
Die „Oase“ ist ein zentraler Anlaufpunkt für rund 750 Menschen aus 25 Nationen, die in den umliegenden Hochhäusern an der Gustav-Heinemann-Straße leben. Das Angebot des Quartierszentrums reicht von Hausaufgabenhilfe und Freizeitprogrammen über Gruppenangebote für verschiedene Zielgruppen bis hin zu regelmäßiger Sozialberatung. Unterstützt wird die Arbeit von einem Team aus haupt- und ehrenamtlich Engagierten, die oft selbst einen Migrationshintergrund haben und ihre Erfahrungen einbringen.
„Die Oase zeigt seit vielen Jahren, wie Integration im Alltag gelingen kann“, betonte Marion Grünhage, Geschäftsführerin der Diakonie Wuppertal – Soziale Teilhabe, bei der Scheckübergabe. „Doch wir müssen uns jedes Jahr aufs Neue um eine auskömmliche Finanzierung bemühen. Umso dankbarer sind wir für die verlässliche Unterstützung durch Partner wie den Lions Club Wuppertal.“
Lebendiges Wohnquartier statt Brennpunkt
Der gemeinnützige Club begleitet die Entwicklung des Quartiers bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten und würdigt die integrative und friedensstiftende Arbeit der „Oase“ als „echtes Leuchtturmprojekt“: „Früher war das Wohngebiet berühmt-berüchtigt – heute ist es ein lebendiges Wohnquartier, geprägt von kultureller Vielfalt“, betonte der Activity-Beauftragter Rüdiger Neumann.
Für Vizepräsident Stefan Mager leistet der Bewohnertreff einen besonders wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit von Kindern und Jugendlichen und bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen. „Hier entsteht Gemeinschaft – und genau das gilt es zu fördern und zu erhalten.“
Seit der Gründung der „Oase“ leitet Sozialarbeiter Christian Looft-Kaufmann die Einrichtung und kennt die Herausforderungen im Quartier. „Wir sind hier täglich mit den unterschiedlichsten Anliegen konfrontiert – von Behördenschreiben über Bildungsfragen bis hin zu sozialen Konflikten. Aber die werden schnell gelöst, weil die Menschen hier nicht anonym zusammenleben, sondern sich gegenseitig unterstützen.“
Ehrenamtliche als Brückenbauer der Integration
Besonders hob der Sozialarbeiter die Rolle der Ehrenamtlichen hervor: „Viele von ihnen haben ähnliche Erfahrungen gemacht wie die Menschen, die zu uns kommen. Sie sind echte Brückenbauer der Integration und Vorbilder für unsere Kinder und Jugendlichen.“ Von ihnen waren auch einige zur Scheckübergabe gekommen. Die Kinder bedankten sich mit einer „Ehrenurkunde“ und selbst gestalteten Bildern für die großzügige Spende.
„Mit dieser Förderung setzt der Lions Club Wuppertal ein klares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und unterstreicht seine langfristige Verantwortung für die Entwicklung des Quartiers“, sagte Geschäftsführerin Marion Grünhage. Für die „Oase“ bedeute die Unterstützung nicht nur finanzielle Sicherheit – sondern auch eine wichtige Anerkennung ihrer Arbeit.