Da das Stück inhaltlich mitunter mörderisch wird, spricht der Verein erstmals in seiner 40-jährigen Geschichte eine Altersempfehlung ab zwölf Jahren aus. Zugleich möchte ULK Familien mit jüngeren Kindern beruhigen: „Bereits jetzt besteht der feste Entschluss, voraussichtlich im Herbst 2026 mit der Probenarbeit an einem speziell für Kinder geeigneten Theaterstück zu beginnen und dieses ebenfalls auf die Bühne zu bringen.“
Zum Inhalt: Die Geschwister Beate, Tobias und Kai haben es im Leben zu etwas gebracht. Zumindest, wenn man ihren eigenen Prahlereien glauben darf, mit denen sie sich beim Geburtstag ihrer Mutter zu übertrumpfen versuchen. Ein fabrikfrischer Bentley, eine 30-Meter-Yacht, eine neue, unverschämt junge Ehefrau. Den Dreien scheint es an nichts zu fehlen.
Darüber freut sich auch Mutter Agathe, die den freudigen Anlass ihres 80. Geburtstags nutzt, um zu verkünden, dass sie ihr Testament zu Gunsten des örtlichen Tierschutzvereines ändern möchte. Schließlich hat in der Familie ja jeder sein eigenes, beachtliches Auskommen. Da kann man das stattliche Vermögen ja guten Gewissens der Wohltätigkeit zuführen.
Aber ganz so locker scheint der auf großem Fuß lebende Nachwuchs das offenbar nicht zu sehen. Als bekannt wird, dass Agathe vielleicht gar nicht mehr lange zu leben hat und der alles entscheidende Notartermin bereits am Montag stattfinden soll, beginnen die Fassaden der schönen und (gar nicht so) reichen Geschwister zu bröckeln.
Auch wenn man sich sonst nie einig ist, eine Sache ist klar: Es gilt zu verhindern, dass das ganze schöne Erbe in Hundefutter umgesetzt wird. Pläne werden geschmiedet, die am Ende in nicht weniger als einem waschechten Mordkomplott gipfeln. Aber zur Überraschung aller, ist die rüstige Seniorin dann doch gar nicht so leicht aus dem Wege zu räumen, wie man es erwartet hätte.