1. Kolumne
  2. Kommentar

Rundschau-Kommentar zum Trainerwechsel beim Wuppertaler SV​

Kommentar zum Trainerwechsel beim WSV : Es geht nun um alles

Der Trainerwechsel beim Fußball-Regionalligisten WSV kam nicht mehr überraschend. Schon im Ende September/Anfang Oktober stand Hüzeyfe Dogan auf der Kippe. Seinerzeit hielt vor allem Hauptgeldgeber Friedhelm Runge seine Hand über den Chefcoach. Nach den 1:2-Niederlagen in Ahlen und gegen Bocholt war es auch damit vorüber.

Mag die erste Schwächeperiode noch mit den zahlreichen Verletzungen zu erklären gewesen sein, war es die nun nicht mehr. Die Entwicklung stagnierte bestenfalls, und das bei einem Kader, der jede Menge Qualität beinhaltet – und trotzdem neun Punkte hinter der Tabellenspitze liegt.

Also war es die Schuld von Dogan? Ganz sicher nicht allein. Zugegeben, nicht alle Aussagen und Aufstellungen waren glücklich. Doch damit ist die missliche Lage nicht komplett zu erklären. Eindeutig steht da keine Mannschaft auf dem Platz, die sich zerreißt. Bocholt hat eine taktisch kluge, gute Leistung gebracht, aber keine überragende. Das Team hat von Beginn an alles gegeben, der WSV nicht. Dass der Trainerwechsel im Vorfeld aus Mannschaftskreisen medial durchgesteckt wurde, ist ebenfalls kein gutes Zeichen.

Nun soll es also Christian Britscho richten, zumindest bis zur Winterpause. Er hat direkt verstanden, dass es keine Frage der Qualität, sondern des Kopfes ist. Ob er die schon heute beim starken Tabellenfünften Düren (14 Uhr, Liveticker unter www.wuppertaler-rundschau.de) freibekommt, muss sich zeigen. Wenn ja, winkt ein Topspiel gegen Aachen.

  • Bild aus dem Jahr 2018.
    Kommentar zum Wuppertaler Karneval : Der Zug muss 2025 kommen
  • von
Stefan
Seitz
    Kommentar zum Pina-Bausch-Zentrum : Nicht Provinz, nicht Pusemuckel
  • So soll der Werth künftig aussehen.
    Kommentar zur Barmer Innenstadt : Teure Lagerkosten auch ohne Bernsteinzimmer

In dieser Saison ist die Chance, in die 3. Liga aufzusteigen, so groß wie lange nicht. Ob eine neue kommt, scheint eher fraglich. Es geht beim WSV nun um alles.

Zur Person

Christian Britscho hat zunächst für die drei Spiele vor der Winterpause zugesagt. Seit Oktober ist er Trainer der Bundesliga-A-Junioren des WSV. Die A-Junioren hatte der heute 53-Jährige bereits vom 1. Januar 2017 an betreut, ehe er am 7. Februar 2018 erst zum Interimstrainer der ersten Mannschaft, am 23. Februar dann zum Hauptverantwortlichen befördert wurde. Britscho, der über die UEFA-A-Lizenz verfügt, war bis zum 4. September 2018 im Amt. Später wechselte er nach Ahlen und Wattenscheid.