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Der neue WSV-Trainer Britscho will „die Köpfe freimachen“​

Fußball-RL: Samstag in Düren : WSV-Trainer Britscho will „die Köpfe freimachen“

Christian Britscho ließ am Donnerstag (23. November 2023) keinen Zweifel aufkommen, worin der neue Trainer des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV seine Hauptaufgabe sieht. „Ich bin in erster Linie dazu da, um die Köpfe freizukriegen“, sagte der 53-Jährige vor dem schwierigen Auswärtsspiel am Samstag (25. November) ab 14 Uhr beim 1. FC Düren.

Der WSV-Kader verfüge über eine gute Qualität. Nur hätten die Spieler eben, so sein erster Eindruck, ob der vergangenen Wochen einen „Rucksack“ auf dem Rücken und seien „teilweise mit sich selbst beschäftigt“. Das aber sei kein Wunder, denn am Trainerwechsel sind „die Spieler beteiligt“, weil die Resultate auf dem Platz nicht gestimmt haben. Klar ist seiner Meinung nach aber auch: „Die menschliche Seite zwischen Trainer und Mannschaft war in Ordnung.“ Dienstag und Mittwoch habe man „hart gearbeitet“, das Training sei voller „Intensität und Engagement“ gewesen.

Dennoch werden die Karten nun neu gemischt. Es bestehe natürlich eine „andere Herangehensweise“ als bei seinem WSV-Engagement im Jahr 2018: „Das ist kein Thema mehr, es geht um die Mannschaft von 2023.“ Zur potenziellen Aufstellung und zum System wollte sich Britscho nicht äußern („Der Gegner liest ja mit“), auch nicht zur Torwartfrage zwischen Paul Grave und Sebastian Patzler. Kapitän Kevin Pytlik fehlt jedenfalls nach seiner zweiten roten Karte der Saison. Dafür ist Phil Beckhoff wieder im Training, auch Lion Schweers macht immer mehr Fortschritte.

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Dass die forsch gestarteten Dürener, die punktgleich vor dem WSV auf Rang fünf liegen, zuletzt vier Ligaspiele nicht gewonnen haben (drei Niederlagen, ein Remis), beeindruckt Britscho keineswegs. Beim 1:2 in Aachen vor 19.500 Fans auf dem Tivoli sei das entscheidende Tor in der siebten Minute der Nachspielzeit nach einem „zweifelhaften Elfmeter“ gefallen. Außerdem sei im Stadion an der Mariaweilerstraße alles „ziemlich eng getaktet“. Düren habe „unter den Gegebenheiten das beste System und die beste Herangehensweise. Aber wir werden in erster Linie auf uns schauen.“

Der Sportliche Leiter Gaetano Manno nahm indes noch einmal Stellung zur Trennung von Hüzeyfe Dogan Stellung: „Wir brauchten einen neuen Input. So ein Abschied tut weh, auch menschlich. Die Mannschaft macht das nicht mit Absicht.“ Es gebe zwar „sehr, sehr viele Bewerbungen“, die er nun filtere („Es soll Fußballlehrer sein“). Aber im Grunde habe man nur ein Ziel: „Drei Spiele Gas geben, alles raushauen. Wir hoffen, dass wir einen Break machen und gut punkten. Jeder einzelne Spieler muss sich unterordnen und für den Verein alles tun. Es gibt keine Eitelkeiten.“

Britscho selber betonte erneut, dass die Vereinbarung bis zur Winterpause gelte – die Personalunion als Coach der ersten Mannschaft und der Bundesliga-A-Junioren. Er habe gedanklich direkt zugestimmt, allerdings seien dann noch „Konstellationen“ (er hat sich Urlaub bei der Bereitschaftspolizei genommen) zu lösen gewesen. Manno: „Wenn wir Anfang Januar wieder starten, soll ein neuer Trainer da sein – oder Christian.“