Kommentar zur Lage beim WSV Hoffnung ruht auf Manno

Wuppertal · Wer momentan einen Blick ins Stadion am Zoo wirft, sieht eine Großbaustelle und leere Ränge. Es ist ein bisschen sinnbildlich für die aktuelle Lage des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV.

Gateano Manno (li.) im Gespräch mit Trainer Hüzeyfe Dogan.

Gateano Manno (li.) im Gespräch mit Trainer Hüzeyfe Dogan.

Foto: Dirk Freund

Die Mannschaft steht vor einem neuerlichen Umbruch. Und das aus nachvollziehbaren Gründen: Befand sich der WSV in der Saison 2020/21 zeitweise in Abstiegsgefahr, hat er seitdem kontinuierlich aufgebaut – und ist nun an einem Punkt abgekommen, wo der nächste Schritt erfolgen muss, um wirklich die 3. Liga ins Visier zu nehmen.

„Wir wollen unseren Kader verbessern“, sagt der neue Sportliche Leiter Gaetano Manno, der aus Ahlen zurückgekehrt ist. Durch die Trennung von Stephan Küsters (zu Viktoria Köln) hat der WSV auf dem Transfermarkt viel Zeit verloren. Aber: Mit Spielern wie Lion Schweers, Kevin Hagemann, Kevin Pytlik, Tobias Peitz, Lukas Demming, Sebastian Patzler, Philipp Hanke und Durim Berisha stehen viele Leistungsträger weiter unter Vertrag.

Im Stadion am Zoo schreiten die seit dem 11. April laufenden Aushubarbeiten deutlich sichtbar voran.

Im Stadion am Zoo schreiten die seit dem 11. April laufenden Aushubarbeiten deutlich sichtbar voran.

Foto: Dirk Freund

Manno, der als langjähriger Chefscout den Markt bestens kennt, weiß aber nur zu genau, dass die Abgänge Marco Stiepermann, Bastian Müller und Moritz Müller kompensiert werden müssen – und zugleich zusätzliche Qualität her muss. Zumal Torjäger Serhat-Semih Güler noch nicht verlängert hat. Der immense Rückstand auf den designierten Meister Preußen Münster spricht eine deutliche Sprache und ist kein Zufall.

Was möglich ist, hängt einmal mehr von Hauptgeldgeber Friedhelm Runge ab. Anders als seinerzeit in Düsseldorf, als der damalige OB Joachim Erwin sich für die (damals erheblich angeschlagene) Fortuna starkmachte, gibt es in Wuppertal weiterhin keine politische und wenig wirtschaftliche Hilfe.

Ein Lichtblick ist, dass das Stadion ab November endlich über einen feinen Rasen verfügt. Bis dahin muss der WSV weiter Auswärtsspiele bestreiten. Die aktuelle Lösung mit Oberhausen war aus finanzieller und tabellarischer Sicht nachvollziehbar. Soll es in der kommenden Saison wirklich um den Aufstieg gehen, muss auf jeden Fall eine nähere Spielstätte her.

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