Seine Überschrift: „Wuppertal braucht keine Highlights auf Kosten der Natur“ (nachzulesen hier). Die Dame, die ihn geschrieben hat, wirft Planern, Entscheidern und Finanzgebern der BUGA vor, „unbeirrt an den Unsummen verschlingenden ‚unverzichtbaren’ Highlight- und Spaßprojekten“ festzuhalten, „die massive Eingriffe in ein über viele Jahre gewachsenes Ökosystem erfordern“.
Das Bild, das der Brief zeichnet, findet sich auch in den Beiträgen anderer BUGA-Kritiker wieder: Schwerste Naturschäden, die trotz Klimawandel & Co. für ein Prestige-Projekt in Kauf genommen würden. Meine Meinung dazu: Nichts davon ist wahr. Und meine Frage dazu lautet: Woher kommt dieses apokalyptische Denken? Ein Denken, das – entgegen vieler zugänglicher anderslautender Informationen – den Menschen, die für die BUGA stehen, hochgradige Ökologie-Unsensibilität plus üble Machenschaften unterstellt.
Es ist abstrus: Als würden die Männer und Frauen in der Stadtverwaltung und bei der BUGA-Gesellschaft morgens nicht nur eine Mittagspausen-Stulle in die Aktentasche packen, sondern auch mindestens eine Kettensäge. Um dann – nach der Mittagspause – in verteilten Trupps über die Königs- und Kaiserhöhe zu ziehen, um dort alles ratzekahl abzuholzen. Nur für die BUGA natürlich.
Unbestritten: Rund um die vielen Facetten der BUGA gibt es noch etliche offene Fragen. Niemand tut so, als sei das anders. Die BUGA wird in fünf (!) Jahren starten. Welcher vernünftige Mensch würde erwarten, dass mit dem Blick auf eine solche Zeitschiene jetzt schon alles in trockenen Tüchern und glasklar ist?
Um nochmals auf den Leserbrief zurückzukommen: Hier wird vorausgesagt, dass (Zoo-)Seilbahn und Hängebrücke (also jene „Highlight- und Spaßprojekte“) folgende Folgen hätten: „Langfristige Belastung und ökologische Risiken, weniger feuchte Böden, es wird heißer und trockener, die Zusammensetzung der Böden verändert sich dauerhaft.“
Hierzu sage ich: Die BUGA ist keine Bundes-Naturverwüstungs-Schau. Eine BUGA ist ein Großprojekt, das Natur und Ökologie, Landschaftsplanung und Stadtentwicklung zusammen denkt. Und es ist für die Stadt, die sich das zutraut, eine große Chance, sich an vielen Stellen ein spannendes und grünes (noch grüneres) Gesicht zu geben.
Niemand in der zuständigen Verwaltung plant ein Kettensägen-Massaker. Beispielsweise im städtischen Ressort Grünflächen & Forsten arbeiten lauter Menschen, denen die Natur sehr am Herzen liegt. Was denn auch sonst? Gespräche mit den Leuten im BUGA-Büro, die Teilnahme an Info-Rundgängen und vieles mehr können dafür sorgen, Ängste und Befürchtungen zu besänftigen.
Eines noch zum Schluss: Immer wieder – so auch in besagtem Leserbrief – kommt das „Argument“, beim BUGA-Bürgerentscheid 2022 habe nur „eine schwache Mehrheit“ dafür gestimmt. Klipp und klar: Das ist kein Argument, sondern Demokratie-fremdes Nachtreten.
Meine Position ist eindeutig: Die BUGA wird Wuppertal und seiner Naturlandschaft nicht schaden. Ganz im Gegenteil. Und eben drum brauchen wir diese Highlights.