Kommentar zur Stadtbibliothek im Kaufhof-Gebäude Mut zur Idee, Angst vor der Umsetzung
In Wuppertal ist man sich erstaunlich einig. Der Stadtrat hat das Konzept für den Kaufhof grundsätzlich befürwortet, quer durch die Fraktionen.
In Wuppertal ist man sich erstaunlich einig. Der Stadtrat hat das Konzept für den Kaufhof grundsätzlich befürwortet, quer durch die Fraktionen.
Am Montag ist im Rat zum wiederholten Mal der Versuch gescheitert, Wuppertal mit dem den offiziellen Namenszusatz „Schwebebahn-Stadt“ zu versehen.
Das Unwort des Jahres 2026 steht in Wuppertal überraschend frühzeitig fest: „Schienenersatzverkehr“. Dabei handelt es sich um den Versuch der Deutschen Bahn, ihre monatelang nicht nach Wuppertal fahrenden Züge durch Busse zu ersetzen.
„Wuppertal kann Karneval“ ist das Motto der soeben auf ihren Höhepunkt zusteuernden Session. Eine Mischung aus Trotz und dem Versuch, närrisches Selbstvertrauen aufzubauen. Dergestaltet ermutigt setze ich die Pappnase auf und halte passend dazu mal wieder eine Büttenrede
Erinnern Sie sich auch noch an Merz Spezial Dragees? Ausweislich der TV-Reklame in den 1980er-Jahren lag in der Einnahme dieser wundertätigen Pillen das Geheimnis für frische makellose Haut, für gesundes glänzendes Haar, für schöne feste Fingernägel und für Vitalität und Frische.
Um Polarlichter zu sehen, muss man neuerdings nicht mehr nach Lappland fahren. Langerfeld reicht auch, wobei das verkehrstechnisch wegen der gesperrten Brücke Waldeckstraße ähnlich schwer zu erreichen ist.
Meine Frau sagt immer, ich soll mich nicht so aufregen. Das ist aber leicht gesagt, wenn man inzwischen bei praktisch jedem Kaufvorgang in jedem Laden an der Kasse gefragt wird, ob man eine Kundenkarte hat.
Inzwischen gibt es ja zu praktisch jedem Thema ein Musical. Seit Donnerstag kann man in Duisburg sogar „Malle Olé - das Musical, das ballert!“ besuchen. Es handelt sich um die künstlerisch sicherlich feingliedrige Aufarbeitung üblicher Geschehnisse im Party-Hotspot Arenal.
Am vergangenen Samstag hat sich mein Kollege Jörn Koldehoff mit den ersten 100 Tagen von Oberbürgermeisterin Miriam Scherff beschäftigt. Ich will heute gerne daran anschließen. Miriam Scherff hat jetzt zwei kulturelle Züge auf die Schiene gesetzt, deren Bedeutung für Wuppertals Innen- und Außenwirkung ich sehr hoch ansetze.
Dass die SPD-Ratsfraktion eine nahezu euphorische Bilanz der ersten 100 Amtstage von Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) gezogen hat, verwundert nicht. Man kennt sich. Aber wie fällt die neutrale Einschätzung aus?
Die Einweihung der sanierten öffentlichen Toilette am Berliner Platz: Viele Menschen, viele Worte, eine geradezu feierliche Atmosphäre – wegen einer Toilette. Und ja, ich verstehe das.
Eine geheime Wahl heißt geheime Wahl, weil man nicht weiß, wer dabei wie wählt. Kein Geheimnis ist allerdings, dass bei der angepeilten Wiederwahl von Dezernent und Stadtdirektor Matthias Nocke reichlich CDU- und SPD-Stadtverordnete ihr Kreuzchen bei „Nein“ gemacht haben.
Man kann es gewagt finden, die Wiederwahl von Kulturdezernent Matthias Nocke (CDU) am Montag (26. Januar 2026) offensiv auf die Tagesordnung des Stadtrates zu setzen. Einmal schon wurde das Ganze verschoben – und sicher sein, dass es jetzt klappt, kann niemand.
Keine Frage: Die Idee der Wuppertaler Stadtwerke, zum Auftakt des 125. Jubiläums der Schwebebahn einen der inzwischen historischen orange-blauen Züge (zumindest im Design) auf die Strecke zu schicken, war (und ist) großartig.
Stadtverwaltung und Stadtrat bekommen oft genug einen auf die Mütze – gerne auch an dieser Stelle und oft zu Recht. Deshalb sollte man fairerweise auch das Gegenteil davon tun, wenn etwas gut gelaufen ist. So wie bei der Umsetzung der Grundsteuerreform auf lokaler Ebene.