Kommentar zum Thema öffentliche WCs Ein Griff ins Klo
Die Einweihung der sanierten öffentlichen Toilette am Berliner Platz: Viele Menschen, viele Worte, eine geradezu feierliche Atmosphäre – wegen einer Toilette. Und ja, ich verstehe das.
Die Einweihung der sanierten öffentlichen Toilette am Berliner Platz: Viele Menschen, viele Worte, eine geradezu feierliche Atmosphäre – wegen einer Toilette. Und ja, ich verstehe das.
Meine Frau sagt immer, ich soll mich nicht so aufregen. Das ist aber leicht gesagt, wenn man inzwischen bei praktisch jedem Kaufvorgang in jedem Laden an der Kasse gefragt wird, ob man eine Kundenkarte hat.
Inzwischen gibt es ja zu praktisch jedem Thema ein Musical. Seit Donnerstag kann man in Duisburg sogar „Malle Olé - das Musical, das ballert!“ besuchen. Es handelt sich um die künstlerisch sicherlich feingliedrige Aufarbeitung üblicher Geschehnisse im Party-Hotspot Arenal.
Erinnern Sie sich auch noch an die Zeit, als die Menschen in Ermangelung digitaler Kommunikationsmittel Weihnachtskarten hergestellt haben? Für jüngere Leser: Das waren so Klappkartons mit weihnachtlichen Bildchen drauf, auf die man mit der Hand und einem sogenannten Stift Grüße und gute Wünsche an Menschen drauf geschrieben hat, an denen einem menschlich oder geschäftlich etwas liegt.
... für so viele Dollar hat im November jemand das von Gustav Klimt gemalte „Bildnis Elisabeth Lederer“ ersteigert. Ich persönlich hätte allerdings nicht mal die 400.000 nach dem Komma dafür bezahlt, auch wenn es farblich ganz gut zu unserer Inneneinrichtung passen würde.
In unserer bomfortionellen Bahnhofshalle am Döppersberg gab es bisher gleich hinter dem Klavier ein Reisezentrum der Deutschen Bahn. Hier konnte man sich erkundigen, wie man am schnellsten irgendwo nicht hinkommt und Fahrkarten für Züge kaufen, die später gar nicht oder in umgekehrter Wagenreihenfolge verkehren.
Das zentrale Dekorations- und Brauchtumselement der Vorweihnachtszeit wird in Wuppertal bekanntlich mit zwei „tz“ geschrieben: der Atzventzkalender.
Irgendwie blicke ich nicht mehr durch: Erst gab es nur einen einzigen Black Friday, an dem angeblich alles nur die Hälfte vom vermutlich vorher verdoppelten Preis kostet.
Keine Frage: Die Idee der Wuppertaler Stadtwerke, zum Auftakt des 125. Jubiläums der Schwebebahn einen der inzwischen historischen orange-blauen Züge (zumindest im Design) auf die Strecke zu schicken, war (und ist) großartig.
Stadtverwaltung und Stadtrat bekommen oft genug einen auf die Mütze – gerne auch an dieser Stelle und oft zu Recht. Deshalb sollte man fairerweise auch das Gegenteil davon tun, wenn etwas gut gelaufen ist. So wie bei der Umsetzung der Grundsteuerreform auf lokaler Ebene.
Einen starken Vorgeschmack auf die Zukunft des Tanztheaters, mit eine der bedeutendsten Wuppertaler Kulturfacetten, gab es kurz vor Weihnachten im Schauspielhaus.
„Da sind wir aber mal gespannt, wie die das hinkriegen ...“: Dieser Satz fiel sehr häufig, nachdem die Stadt die Ausrichtung der Weihnachtsmärkte in Barmen und Elberfeld vor zwölf Monaten für die Jahre von 2025 bis 2029 an den Wuppertaler Schausteller-Verein vergeben hatte. Mein Eindruck angesichts der jetzt laufenden „Premiere“: Er macht das in beiden Stadtteilen sehr ordentlich.
Das ist für die (Wuppertaler) CDU schon ein Paukenschlag: Nach dem wenig glanzvollen Ende der Chef-Phase des Ex-Kämmerers Johannes Slawig geht die konservative Partei jetzt mit einem dreifach weiblichen Personalvorschlag in die Wahlen beim Parteitag am 5. Dezember.
Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV ist im Niederrheinpokal an einem klassentieferen Verein gescheitert. Das ist umso ärgerlicher und enttäuschender, als der Weg ins Finale und sogar in den DFB-Pokal ob des Losglücks machbar erschien, ist aber trotzdem nicht ungewöhnlich.
Ein Freund von mir kauft sich bis zur Sperrung einen alten Gebrauchtwagen. Weil die Universität in Düsseldorf liegt, würde er ohne Auto die Vorlesungen vermutlich gar nicht mehr besuchen, und weil die Arbeit in Köln Anwesenheit verlangt, müsste er im Ersatzbus insgesamt vier Stunden pro Tag sitzen – oder stehen, falls dieser mal wieder voll ist.