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Müngstener Brücke: Nächster Schritt zum Weltkulturerbe​

Nominierung von UNESCO-Liste : Müngstener Brücke: Nächster Schritt zum Weltkulturerbe

Die Müngstener Brücke ist weiter auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Kulturministerkonferenz hat auf Antrag von NRW beschlossen, die auf die nächste deutsche Tentativliste zur Nominierung von Kulturerbegütern aufzunehmen.

Die Stadt Solingen hat sich mit der Müngstener Brücke zusammen mit fünf weiteren Bauwerken in Italien, Frankreich und Portugal als „Europäische Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts“ beworben. Mit ihrer Entscheidung folgt die Kultusministerkonferenz den Auswahlempfehlungen der von ihr eingesetzten ehrenamtlich tätigen Expertinnen und Experten. Alleine aus Deutschland hatten sich 21 Stätten aus 13 Bundesländern für eine Aufnahme beworben. Sieben wurden final vom Fachbeirat empfohlen. Die Liste soll 2024 bei der UNESCO eingereicht werden.

„Wir schlagen die Brücke zwischen unserer Heimat Nordrhein-Westfalen hin zum UNSECO-Weltkulturerbe. Die Müngstener Brücke ist ein starkes Stück Heimat in Nordrhein-Westfalen. Als höchste stählerne Eisenbahnbrücke Deutschlands verbindet sie seit 1897 bis heute die Städte Solingen und Remscheid über das Tal der Wupper miteinander. Sie ist ein Paradebeispiel für europäische Ingenieurskunst“, so Ina Scharrenbach (NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen).

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Der charakteristische Fachwerkbogen in seiner parabolischen Krümmung sei „über die Grenzen von Nordrhein-Westfalen bekannt. Die Aufnahme des Antrags auf die neue Tentativliste ist ein Meilenstein auf dem Weg zum siebten nordrhein-westfälischen Welterbe. Auch die internationale Zusammenarbeit mit Italien, Frankreich und Portugal bietet eine große Chance eine Anerkennung als UNESCO-Welterbe zu erlangen.“

Bei dem Antrag „Europäische Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts“ handelt es sich um eine Serie mit sechs Bestandteilen aus vier Staaten. Neben der Müngstener Brücke gehören die Ponte Pia Maria und die Ponte Dom Luís I in Portugal, das Viaduc de Garabit und das Viaduc du Viaur in Frankreich sowie die Ponte San Michele in Italien dazu.

Die Bewerbung hatte die Stadt Solingen nach einem Aufruf des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung im Dezember 2019 auf den Weg gebracht. Begleitet und unterstützt wird der Bewerbungsprozess vom Förderverein „Welterbe Müngstener Brücke“, der 2021 im Bergischen Städtedreieck gegründet wurde.

Vorsitzender des Vereins ist Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach, weitere Vorstandsmitglieder sind unter anderem Burkhard Mast-Weisz (OB Remscheid), Uwe Schneidewind (OB Wuppertal) sowie Werner Lübberink (Konzernbevollmächtigter für die Deutsche Bahn AG in NRW).

Nach der Aufnahme auf die deutsche Tentativliste soll der Antrag für die Nominierung auf die Welterbeliste bearbeitet werden. Nach aktuellem Plan ist mit einer Entscheidung des Welterbekomitees über die Eintragung auf die Welterbeliste bei der Sitzung des Gremiums im Jahr 2033 zu rechnen.