Die Stimmen nach dem Spiel BHC-Trainer Pütz: „Punkt auf die Konkurrenz gutgemacht“

Wuppertal · Durch das 25:25-Remis gegen den TVB Stuttgart hat der Handball-Bundesligist BHC einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf geholt. Die Stimmen aus der Wuppertaler Uni-Halle.

Der BHC bedankte sich bei den Fans in der Uni-Halle.

Foto: Dirk Freund

Misha Kaufmann (Trainer TVB Stuttgart): „Wir haben die Möglichkeit, das Spiel in der zweiten Halbzeit zu unseren Gunsten zu entscheiden. Leider verwerfen wir da ein, zwei freie Bälle. Das macht der BHC zwar auch, aber wir haben vier am Stück vergeben. Das war eine Riesenhypothek. Beide Torhüter machen ein überragendes Spiel.

Was mich ein bisschen stört, ist die Phase in der zweiten Halbzeit ab der 47. Minute, als wir in gut zwei Minuten einen 4:0-Lauf kassiert haben. Fakt ist, wir haben sieben Spiele nicht verloren. Wir haben gepunktet. Da darf man die Kirche auch im Dorf lassen. Wir machen sehr viele Dinge richtig im Moment.“ (Bilder)

Bilder: Bergischer HC mit Remis gegen Stuttgart
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BHC mit Remis gegen Stuttgart

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Markus Pütz (Trainer Bergischer HC): „Wir sind nicht zufrieden mit der ersten Halbzeit, lassen da zu viel liegen, vergeben Sechs-Meter-Chancen. Deshalb führt Stuttgart auch zu Recht, obwohl wir gut decken. Das Problem lag im Angriff. In der zweiten Halbzeit macht es Stuttgart auch gut, wir kriegen es nicht so gelöst, wie wir es eigentlich wollen. Dann zeigen die Jungs eine super Moral und stellen von 18:22 auf 22:22.

Es wird eine enge Schlussphase. Es ist jetzt einfach zu sagen, dass wir das Spiel im letzten Angriff auch gewinnen können. Das Spiel hatte keinen Sieger verdient. Für uns war es wichtig, dass wir einen Punkt auf die Konkurrenz gutmachen – das ist uns gelungen. Jetzt machen wir dieses Spiel schnell zu, dann haben wir eine Highlight-Woche vor uns mit dem Final Four, bevor es wieder in den knallharten Abstiegskampf geht.“

Fabian Gutbrod (Sportlicher Leiter Bergischer HC): „Wir können von einem Punktgewinn sprechen. Minus drei zur Halbzeit ist zu hoch. Wir scheitern zu oft an Vujovic, dann fehlt uns irgendwann die Tiefe im Angriffsspiel und nehmen uns auch keine guten Abschlüsse. In der zweiten Halbzeit starten wir wirklich schlecht, liegen 11:16 hinten. Da laufen wir Gefahr, dass uns das Spiel wegläuft.

Dann haben wir ganz, ganz viel Leidenschaft und großen Kampf beweisen. Wir schaffen es endlich auch mal, über das Tempo zu Toren zu kommen. Am Ende ist es ein enges Spiel, in dem wir mit einem Unentschieden leben müssen – und auch können. Es war eine tolle kämpferische Leistung.

Kompliment an Christopher Rudeck, der über 60 Minuten immer wieder wichtige Bälle gehalten hat. Auch ein Kompliment an die ganze Truppe, aber im Angriff waren wir weit weg von unserem Maximum. Jetzt haben wir den Abstand auf die Abstiegsplätze um einen Punkt erhöht und können anfangen, das Final-Four-Thema zu bearbeiten. Das wird ein Riesenevent für uns, die Fans, den ganzen Club. Wir werden Erinnerungen schaffen, die vielen ganz lange im Gedächtnis bleiben werden.“