Fußball-Regionalliga: Freitag in Bochum WSV: Bochum als Nahziel, der neue Etat als Grundlage

Wuppertal · Wie geht es weiter beim Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV? Erst einmal mit dem Auswärtsspiel am Freitagabend (10. April 2026) um 19:30 Uhr im Ruhrstadion bei der U23 des VfL Bochum. Doch: Wie plant der Verein für die kommende Saison?

Stephan Küsters beim Heimspiel gegen Bocholt im Stadion am Zoo.

Foto: Dirk Freund

„Als Allererstes wollen wir uns auf die letzten sechs Spiele konzentrieren“, sagt der neue sportliche Berater Stephan Küsters auf Anfrage der Rundschau. Es sei nicht auszuschließen, dass die Entscheidung über Klassenerhalt oder Abstieg erst in einigen Wochen falle. „Deshalb sprechen wir erst einmal mit unseren Spielern“, so der 54-Jährige. Nach Rundschau-Informationen gelten die aktuellen Verträge nur für die Regionalliga.

Das alles seien aber erst einmal vorbereitende Arbeiten. „Der Vorstand und der neue Verwaltungsrat müssen ja erst einmal schauen, was mit Blick auf das künftige Budget überhaupt möglich ist. Erst wenn der Etat feststeht, können die nächsten Schritte gemacht werden. Insofern ergibt es momentan noch keinen Sinn, mit externen Neuzugängen zu verhandeln“, meint der Ex-Profi. (Bilder)

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Das gelte auch für die Gespräche mit dem Trainerstab um Chefcoach Mike Wunderlich. Und was ist mit Stephan Küsters selbst? Endet sein Engagement nach der Saison wieder oder kann er sich vorstellen, auch 2026/27 an der Hubertusallee weiter tätig zu sein? „Auch dazu kann ich momentan noch nichts sagen. Zunächst einmal müssen die Gremien gucken, was machbar ist.“

Und so hofft Küsters, dass dem WSV in Bochum ein Befreiungsschlag gelingt. Aber wie nach zuletzt vier Auftritten ohne eigenen Torerfolg? „Es geht nur über Teamspirit – und darüber, im Schlussdrittel sauberer zu spielen. Defensiv waren wir zuletzt nicht schlecht, gegen Bocholt fielen die Gegentreffer durch eine Unachtsamkeit und einen haltbaren Fernschuss. Insgesamt stehen wir aber stabil.“

Und weiter: „Wir müssen unsere Angriffe einfach besser ausspielen. Im Training unter der Woche klappt das, da ist die Intensität hoch. Ich hoffe einfach, dass der Knoten mal platzt, wenn ein Tor fällt.“

Geht Küsters davon aus, dass die Bochumer, deren Zweitliga-Team erst am Sonntag auf Eintracht Braunschweig trifft (die Reserve hat keine andere Spielstätte, tritt deshalb zwei Tage vorher im Ruhrstadion an), den Kader des Regionalliga-Teams von oben verstärken? „Das weiß ich nicht. Aber letztlich können wir es eh nicht beeinflussen. Es liegt an uns, ob wir erfolgreich sind.“

Allerdings ohne Subaru Nishimura (noch einmal gesperrt), Celal Aydogan (noch zweimal gesperrt) und Kadi Atmaca (verletzungsbedingtes Saisonaus). Ob Dominic Duncan (Oberschenkelprobleme) rechtzeitig fit wird, ist noch offen.