Handball-BL: 25:25 (10:13) gegen Stuttgart BHC holt nach wilder Fahrt einen wichtigen Punkt

Wuppertal · Der Handball-Bundesligist Bergischer HC hat die Niederlagen der Konkurrenz zum Teil ausgenutzt. Das Team der Trainer Arnor Gunnarsson und Markus Pütz trennte sich am Sonntagnachmittag (12. April 2026) in der ausverkauften Uni-Halle vom TVB Stuttgart 25:25 (10:13).

Keeper Christopher Rudeck hatte lange einen schweren Stand, steigerte sich dann aber deutlich.

Foto: Dirk Freund

Beim BHC stand neben Yannick Fraatz auch Nico Schöttle (Saison-Aus nach Schulter-OP) nicht zur Verfügung. Die Partie begann mit Fehlwürfen auf beiden Seiten, dann trafen Lukas Becker von außen zum 1:0 (3.) und Sören Steinhaus zum 2:1 (4.). Es blieb hektisch, beide Offensivreihen hatten ihre Mühe.

Aron Seesing sorgte mit zwei Treffern (7./9.) für das 4:2 und damit die erste Zwei-Tore-Führung. Weil aber auch der BHC weiterhin arge Mühe beim Abschluss hatte, führte ein Doppelschlag von Kai Häfner zum 4:4-Ausgleich (12.). Jakob Nigg besorgte kurz darauf das 4:5 (14.), das Noah Beyer mit einem Wurf von der Außenposition zum 5:5 egalisierte (17.). Häfner und Simone Mengon antworteten aber zum 5:7 (19.). Der BHC nahm daraufhin seine erste Auszeit. (Bilder)

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BHC mit Remis gegen Stuttgart

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Die Achterbahnfahrt ging weiter. Johannes Wasielewski netzte doppelt ein und stellte auf 7:7 (21.). Stuttgart legte vor, der BHC zog nach – so Beyer zum 9:9 (22.). Einen Siebenmeter-Fehlwurf von Häfner konnte Eloy Morante Maldonado nicht nutzen, so markierte Häfner in der 24. Minute doch das 9:10.

Die Gastgeber fanden ihre Offensivlinie weiterhin nicht und leisteten sich zahlreiche Fehlwürfe, im Gegenteil. Der TVB zog dadurch vor der Pause auf 10:13 davon. Mit dem Drei-Tore-Rückstand ging der BHC nach einer schwachen Vorstellung in die Pause.

Durchgang zwei begann mit einer Parade von BHC-Torwart Christopher Rudeck gegen Lenny Rubin. Julian Fuchs brachte sein Team auf 11:13 heran (33.). Das brachte aber nur wenig: Wasielewski und Fynn Hangstein zogen gegen TVB-Keeper Miljan Vujovic den Kürzeren, Rubin erhöhte auf 11:16 (37.). Erneut nahm der BHC eine Auszeit. Doch auch diesmal blieb die erhoffte Wirkung aus. Häfner sorgte für das 13:18 und damit für plus fünf für die Süddeutschen (41.).

Abreißen ließen die Bergischen aber nicht, Tomas Babak hielt sie mit dem 16:19 im Rennen (44.). Nun hatte der TVB gesteigerten Gesprächsbedarf. Begründet: Beyer hielt mit dem 19:22 die Hoffnung aufrecht (48.), Fuchs legte zum 20:22 nach (49.). Rudeck legte eine Parade aufs Parkett, Maldonado gelangt der 21:22-Anschluss. Das Match war wieder komplett offen (50.).

Stuttgart war nun komplett von der Rolle. Häfner zog gegen Rudeck den Kürzeren, Fuchs glich zum 22:22 aus (51.). Die Fans waren aus dem Häuschen. Häfner stellte per Siebenmeter auf 22:23 (53.). Mengon baute nach einem Fehlwurf von Maldonado auf 22:24 aus (53.), zudem musste Wasielewski für zwei Minuten runter.

Beyer behielt beim Strafwurf kühlen Kopf – 23:24 (54.). Gerdas Barbarskas kassierte ebenfalls eine Zeitstrafe, aber Häfner verwarf den Siebenmeter (54.). Steinhaus glich zum 24:24 aus (55.), nun kassierte Stuttgarts Antonio Serradill zwei Minuten. Rudeck wehrte den nächsten Wurf ab, aber Steinhaus scheiterte.

Aron Seesing erhielt eine Zeitstrafe aufgebrummt (56.), Häfner traf zum 24:25 (57.). Maldonado antworte mit dem 25:25 (58.). Stuttgart nach noch einmal eine Auszeit. Rubin musste den Ball abgeben. Es folgte kurz vor dem Ende die letzte BHC-Besprechung. Wasielewski kam aber nicht mehr durch. Es blieb beim Remis, das für den BHC im Kampf um den Klassenerhalt durchaus wertvoll sein kann.

Am kommenden Wochenende nimmt der BHC an der Pokal-Endrunde in der Kölner Lanxess-Arena teil. Dort trifft er am Samstag (18. April) um 18:45 Uhr im Halbfinale auf den SC Magdeburg. Im Endspiel oder im Spiel um Platz drei geht es am Sonntag dann gegen der TBV Lemgo Lippe oder die Füchse Berlin.