Bis zum 10. Juni für ein Konzept Wiedener Kreuz: Sanierungskonzept soll nun zur Stadt

Wuppertal · Beim einsturzgefährdeten Haus am Wiedener Kreuz zeichnet sich eine mögliche Lösung ab: Nach Angaben des Eigentümers soll ein bereits vorliegendes Sanierungskonzept nun bei der Stadt eingereicht werden. Die Verwaltung hatte ihm dafür eine Frist bis zum 10. Juni 2026 gesetzt.

Das einsturzgefärdete Haus direkt an der Kreuzung.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Christoph Petersen

„Das von der Stadt im Eilverfahren beauftragte Gutachten zum Untergrund der Straßen und Gehwege am Wiedener Kreuz kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Unter den untersuchten öffentlichen Flächen gibt es keine Unterspülungen; alles ist stabil“, heißt es aus dem Rathaus.

Damit würden die Expertinnen und Experten „die wiederholten Untersuchungen der Wuppertaler Stadtwerke an den eigenen Wasserleitungen und Kanälen in dem Bereich“ bestätigen, „die einen Wasserschaden aufgrund schadhafter Rohre ausschließen konnten“.

Das „Heft des Handelns“ liege damit jetzt beim Eigentümer des betroffenen Hauses: „Bis zum 10. Juni läuft eine amtliche Anhörungsfrist, bis zu deren Ablauf der Eigentümer ein Konzept zu dem von ihm beabsichtigten Erhalt des Gebäudes vorlegen soll.“

Die Experten der Stadtverwaltung halten einen „Abriss für die einzige finanziell und auch mit Blick auf eine zeitliche Perspektive sinnvolle Lösung. Das Gesetz schreibt in dieser Situation zunächst eine befristete Anhörung vor, um dem Eigentümer eine weitere Chance zur Nachbesserung zu geben. Man sei „jederzeit bereit für Gespräche“ gewesen und sei dies „auch weiterhin. Jetzt liege „die Verantwortung für den nächsten Schritt aber beim Eigentümer des Gebäudes“.

Nach Angaben des Eigentümers Eckehardt Rogge könnte nun tatsächlich Bewegung in die Sache kommen. Ein Sanierungskonzept liege bereits seit rund einer Woche vor. Wichtige Unterlagen und Daten habe er allerdings erst am Dienstag erhalten. Der zuständige Statiker habe diese geprüft und das Konzept solle noch heute (28.5.2026), spätestens aber am 29. Mai bei der Stadt eingereicht werden. Laut Rogge sieht das Konzept vor, den Keller schrittweise mit sogenanntem Füllbeton auszugießen, um Hohlräume im Bereich des Fundaments zu stabilisieren. Der Beton solle dabei in mehreren etwa 40 Zentimeter hohen Schichten eingebracht werden. Das eigentliche Gebäude sei nach seiner Darstellung unbeschädigt. „Das Haus selbst hat null Schäden. Keine Risse, nichts“, sagte Rogge. Problematisch sei lediglich eine Schwächung im Bereich des Fundaments, die nun gestärkt werden solle.

Die Stadt müsse das Konzept nun im Rahmen einer Plausibilitätsprüfung bewerten. Rogge zufolge habe es dazu bereits Gespräche mit einem Statiker der Stadt gegeben.

Bis zu einer endgültigen Lösung regelt seit dem 26. Mai eine Baustellenampel den Verkehr am Wiedener Kreuz. „Diese schöpft die maximalen Wartezeiten bereits voll aus und kann die großen Fahrzeugmengen nur schwer bewältigen. Aus diesem Grund müssen Autofahrer an der Kreuzung weiterhin viel Geduld mitbringen. Wer kann, sollte den gesamten Bereich daher nach Möglichkeit weiterhin großräumig umfahren“, so die Verwaltung. Wann sich die Verkehrslage am Wiedener Kreuz dauerhaft entspannen kann, hängt nun maßgeblich von der weiteren Prüfung des Sanierungskonzepts ab.