Gegen 13:40 Uhr erhielt eine am Elfenhang lebende Rentnerin einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten. Er teilte der 77-Jährigen mit, dass ihr Sohn einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine junge Mutter und ihr kleiner Sohn getötet wurden. Um die Kaution für ihren festgenommenen Sohn zu zahlen, benötige die Polizei nun eine größere Bargeldsumme.
Anschließend übernahm ein vermeintlicher Anwalt das Telefonat und forderte einen sechsstelligen Bargeldbetrag. Als die Frau erklärte, die Summe nicht zahlen zu können, gab sich der „Anwalt“ mit einer geringeren Menge und Schmuck zufrieden. Zudem teilte sie ihre Bankverbindung mit.
Der Aufforderung, Bargeld und Schmuck in einer Tasche zu verstauen, kam die Seniorin nach und ging für die Übergabe zu einer nahegelegenen Bushaltestelle auf. Die Frau, die die Beute entgegennahm, ist circa 30 bis 40 Jahre alt und 1,60 Meter groß. Sie trug eine schwarze Umhängetasche.
Um 12 Uhr wurde eine in der der Friesenstraße lebende 66-Jährige von einer vermeintlichen Polizistin angerufen. Diese log sie an, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe. Die Polizei benötige nun eine hohe Summe Bargeld. Auch hier akzeptierte die Anruferin eine geringere Summe.
Noch während des Telefonats klingelte ein vermeintlicher Polizist bei der 66-Jährigen, um das Bargeld an sich zu nehmen. Der Mann ist circa 20 bis 25 Jahre alt, hat helle Haare und ein osteuropäisches Erscheinungsbild. Das Telefonat wurde ausschließlich auf Russisch geführt.
Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu den jeweiligen Täterinnen und Tätern machen können, sich unter der Telefonnummer 0202 / 284-0 zu melden.