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Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV spielt in Straelen 2:2 (2:0)

Fußball-Regionalliga: 2:2 (2:0) in Straelen : WSV gibt Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat nach der Niederlage in Münster gepunktet. Die Mannschaft von Trainer Björn Mehnert holte am Samstagnachmittag (27. März 2021) beim SV Straelen ein 2:2 (2:0)-Unentschieden. Beyhan Ametov und Semir Saric trafen.

Es tat sich einiges getan im Vergleich zum 0:2 bei den Preußen. Daniel Nesseler, Joelle Tomczak, Furkan Tasdemir, Beyhan Ametov und Kevin Hagemann rutschten in die Startformation. Moritz Römling, Jonas Erwig-Drüppel und Marco Königs saßen zunächst auf der Bank, Christopher Schorch war verletzt, Joey Paul Müller und Kevin Pytlik waren gesperrt. Lars Bender fehlte weiterhin.

Mateo Aramburu bildete diesmal die Sturmspitze, unterstützt von Kevin Hagemann und Beyhan Ametov auf den Flügeln. Die erste „Mittelchance“ gab es in der 15. Minute. Aramburu nahm die Tasdemir-Flanke per Kopf, konnte den Ball aber nicht richtig platzieren. Auch Tasdemir hatte mit seinem Versuch keinen Erfolg (22.). Als nur wenig darauf hindeutete, schlug der WSV zu. Hagemann spielte mit Saric einen Doppelpass und zog ab. Ametov nahm den Ball an und versenkte aus kurzer Distanz – 0:1 (31.). Vier Minuten später setzte der Ex-WSVer Kevin Weggen einen Freistoß nur knapp rechts neben den Pfosten. Straelen mühte sich, doch der WSV stand sicher. Und legte unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff nach: Tomczak setzte Semir Saric in Szene, der der Ball mit feiner Technik rechts oben in den Winkel schlenzte – 0:2 (45.). Die „umgebauten“ Bergischen gingen nach einer kämpferisch und taktisch guten Leistung mit einer komfortablen Führung in die Kabine.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff verkürzte Straelen jedoch durch den eingewechselten Kaito Mizuta zum 1:2 (47.). Mehnert reagierte und brachte Römling für Tomczak (51.) und Königs für Aramburu (57.). Straelen drängte. Der WSV bekam die Partie immerhin etwas wieder berühigt. Mehnert wechselte Daniel Grebe für Kevin Rodrigues Pires ein (73.). Eigene Akzente setzte der WSV offensiv aber kaum noch. Und kassierte folgerichtig das 2:2 durch Malek Fakhro (83.). Es blieb bei dem Unentschieden, mit dem der WSV ob der schwachen zweiten Halbzeit (in der er allerdings gegen den böigen Wind agierte) leben musste und wohl auch kann. In der Tabelle beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone acht Punkte.

Björn Mehnert (WSV-Trainer): „Es ist natürlich ärgerlich, wenn man an eine 2:0-Führung verspielt. Es waren gute Platz-, aber schwierige Windverhältnisse. In der ersten Halbzeit haben wir den Wind genutzt und guten Fußball gespielt, auch verdient geführt durch zwei schöne Tore. Es war klar, dass es im zweiten Durchgang gegen eine körperlich gute Mannschaft schwierig wird. Wir verteidigen gleich die erste Situation schlecht. Der Ballverlust 55 Meter vor dem eigenen Tor darf so nicht passieren. Es folgt ein Einwurf, bei dem wir ungeordnet sind und insgesamt ein schlechtes Defensivverhalten führen. Der Gegentreffer viel zu früh und gab Straelen sozusagen weiteren Rückenwind. Danach sind wie aber wieder besser drin, haben nicht so viel zugelassen und standen besser, hatten allerdings selber keine großen Chancen. Beim zweiten Gegentor heben wir selber das Abseits auf. Insgesamt ist es ein gerechtes Ergebnis, auch wenn man nach einer 2:0-Führung natürlich gewinnen will und auch sollte. Jeder Punkt hilft uns bei unserer 21er Serie (21 Spiele nach der Winterpause, Anm. der Red.). Moritz Römling stand auf der Hinfahrt in einer Vollsperrung und kam erst kurz vor Spielbeginn hier an. Joelle Tomczak und Furkan Tasdemir haben ihre Aufgabe gut gemacht. Natürlich sind ihnen Fehler unterlaufen, aber sie sind auch erst 19 bzw. 20. Insgesamt war es die angekündigte Reaktion nach dem glücklichen Sieg gegen Bergisch Gladbach und dem nicht so mutigen in Münster. Wir nehmen den Punkt mit, wir wussten, dass es nicht einfach wird. Und nächste Woche sind Joey Paul Müller und Kevin Pytlik wieder entsperrt, vielleicht geht es dann auch Lars Bender mit dem Rücken besser.“

Stephan Küsters (Sportlicher Leiter WSV): „Das 2:0 war gut und verdient. Es herrschten extreme Windbedingungen, sie waren grenzwertig. In der ersten Halbzeit hatten wir den Vorteil auf unserer Seite. Danach war es umgekehrt, wir kamen nicht mehr raus. Trotzdem muss man die Tore besser verteidigen, sie fielen zu einfach. Letztendlich muss man das 2:2 hinnehmen und den Mund abwischen. Die Mannschaft hat die geforderte Reaktion gezeigt, zumal wenn man sieht, welche Ausfälle wir hatten. Straelen ist eine sehr gute Mannschaft. Wir haben uns gewehrt und dagegengehalten. Man sollte nicht vergessen: Wir hatten heute fünf U-Spieler in der Aufstellung. Wir mussten zudem umstellen, weil Moritz Römling im Stau stand. Gegen Homberg und Bergisch Gladbach folgen nun direkte Duelle. Sie sind extrem wichtig, da müssen wir auf der Hut und fokussiert sein. Natürlich wollen wir die zu Hause gewinnen.

Es folgt eine komplette Trainingswoche, ehe am kommenden Samstag (3. April) das Heimspiel gegen den VfB Homberg ansteht (14 Uhr, Stadion am Zoo). Es ist der Auftakt in eine Englische Woche mit Duellen gegen den FC Wegberg-Beeck (7. April, 19:30 Uhr) und bei Alemannia Aachen (10. April, 14 Uhr). Insgesamt bestreitet der WSV im April sieben Partien.

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