Fußball-Regionalliga: WSV-Kampf mit letztem Aufgebot

Fußball-Regionalliga: WSV kämpft mit dem letzten Aufgebot

In der Fußball-Regionalliga empfängt das Team von Trainer Adrian Alipour am Samstag (16. März 2019) um 14 Uhr im Stadion die Zweitvertretung von Borussia Dortmund.

Es waren nicht sonderlich viele Fans, die mit zum Tivoli gereist waren. Gut 200 mögen es gewesen sein. Die, die den Weg auf sich genommen hatten, bereuten es nicht. Nicht nur wegen des spektakulären 1:0-Sieges, bei dem Peter Schmetz wegen eines Notbremse schon nach 15 Minuten vom Platz geflogen war und in den letzten sieben Minuten auch noch (bei erschöpftem Wechselkontingent) Viktor Maier ausfiel.

Dass die drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt besonders wertvoll sind, steht außer Frage. Denn die Konkurrenz punktete ebenfalls, der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt somit weiterhin elf Punkte. Fast noch wichtiger war aber eine andere, überaus augenfällige Erkenntnis: Mannschaft, Trainer und Sportdirektor bildeten demonstrativ eine geschlossene Einheit. Nicht nur beim Jubeln, sondern auch in den Aussagen nach der Partie.

„Das war ein Befreiungsschlag. Die Mannschaft lebt und kämpft. Es herrscht ein riesiger Riesenzusammenhalt“, freute sich Alipour. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, der Coach stehe auf der Kippe. Dazu Vorstandssprecher Alexander Eichner auf Rundschau-Anfrage: „Das Trainerthema hatte sich vor dem Aachen-Spiel erledigt. Wie bekannt, hatte sich Manuel Bölstler (Sportdirektor, Anm. der Red.) hinter das Trainerteam gestellt.“ Gab es denn überhaupt Überlegungen, etwas zu verändern? „Ich habe Manuel Bölstler gefragt, ob es ein Thema ist. Er stellte fest: Nein. Der Erfolg gibt ihm Recht.“

Ob der sich auch in den kommenden beiden Partien einstellt, ist mehr als fraglich. Mit dem Tabellenfünften Borussia Dortmund II kommt am Samstag die wohl spielstärkste Mannschaft ins Stadion am Zoo, eine Woche später geht es zum Aufstiegsanwärter Viktoria Köln. Und das mit einem Minikader. Mindestens acht Spieler fallen aus: Viktor Maier (Kreuzbandriss), Torwart Sebastian Wickl und Mario Andric (beide Bänderrisse im Sprunggelenk), Tjorben Uphoff (Handbruch), Sascha Schünemann (Hand-Operation), Yusa Alabas (Schambeinentzündung) sowie wie seit Saisonbeginn Daniel Hägler. Peter Schmetz wurde unterdessen für zwei Wochen gesperrt.

„Die Mannschaft stellt sich fast von alleine auf“, weiß Alipour, der in einer Zwickmühle steckt. Einerseits darf sich nun absolut niemand mehr im Training verletzen. Andererseits „müssen wir uns intensiv und hart vorbereiten“. Probleme bereitet einmal mehr die Offensive, die in vier Partien gerade einmal zwei Tore erzielt hat. Fit sind momentan noch Philipp Kenan Dünnwald sowie Kevin Hagemann und Enes Topal.

Und so setzt Alipour die Hoffnung einmal mehr auf den Team- und Kampfgeist. Klar ist: Unter den derzeitigen Voraussetzungen wäre ein Punkt gegen die BVB-Reserve schon ein ziemlicher Achtungserfolg.

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