Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich nach Angaben der Verwaltung bereiterklärt, am 7., 14., 21. und 28. Februar sowie am 7. März 2026 zum Dienst in der ehemaligen Bundesbahndirektion am Döppersberg zu erscheinen. Die Termine für den 7. Februar werden demnach ab Dienstag (3. Februar) im Reservierungssystem freigegeben; die Termine für die folgenden vier Samstage fortlaufend.
„In diesen Servicestunden können Anträge für Pässe und Personalausweise gestellt werden, denn gerade diese Anliegen sind aktuell besonders nachgefragt. 450 Anträge wird das Team auf diese Weise zusätzlich bearbeiten können und so den Termin-Rückstau durch fehlendes Personal spürbar abmildern“, heißt es aus dem Rathaus. Eine entsprechende Vorlage hatte der Verwaltungsvorstand in der vergangenen Woche beschlossen.
Oberbürgermeisterin Miriam Scherff: „Mit der Samstagsöffnung des Einwohnermeldeamtes wollen wir ein deutliches Zeichen für eine zügige und verlässliche Bürgerservice-Erfahrung setzen. Diese Aktion des Einwohnermeldeamtes ermöglicht eine schnellere Bearbeitung zeitkritischer Anträge vor den Osterferien und sorgt so für eine spürbare Entlastung der Bürgerinnen und Bürger.“
Stadtdirektor und Ordnungsdezernent Matthias Nocke: „Wir gehen die Aufgabe pragmatisch an und nutzen die sich ergebenden zusätzlichen Kapazitäten bestmöglich, um die Servicequalität im EMA rasch wieder auf ein verlässliches Niveau zu heben. Die Freiwilligenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Samstag zeigt, wie stark unser Team trotz der personellen Unterbesetzung zusammenhält und Verantwortung übernimmt, um wichtige Verwaltungsprozesse zeitnah abzuwickeln.“
Für eine dauerhafte Stabilisierung des EMA-Services seien aber weitere Schritte notwendig, so Nocke. Es müsse generell gelingen, die Attraktivität der Verwaltungs-Arbeitsplätze im Front-Office, also in den Publikumsbereichen, im Vergleich mit anderen Bereichen konkurrenzfähig zu halten. „Die zentralen Publikumsämter sind die Aushängeschilder der Stadt. An ihnen machen die Bürgerinnen und Bürger eine funktionierende Verwaltung fest.“
In den vergangenen Jahren sei es durch konsequente Prozessoptimierung, Personalaufwuchs und ein hoch engagiertes Team gelungen, das Wuppertaler Einwohnermeldeamt zu einem der bundesweit bestbewerteten Meldeämter zu machen: „Diese Erfolge lassen sich aber nicht halten, wenn permanent Beschäftigte nach aufwendiger Einarbeitung in andere Leistungseinheiten mit Home-Office-Option und flexiblen Arbeitszeiten abwandern. Da muss spürbar gegengesteuert werden.“