Simone Feldmann Neue Leiterin des Wuppertaler Kita-Stadtbetriebs

Wuppertal · Simone Feldmann ist neue Leiterin des Wuppertaler Stadtbetriebs Kindertageseinrichtungen. Die Diplom-Sozialarbeiterin mit Masterabschluss Sozialmanagement ist nach Angaben der Verwaltung seit dem 1. Dezember 2025 im Amt.

Symbolbild.

Foto: Evgeni Tcherkasski

Die Wuppertalerin bringt Erfahrung aus rund 20 Jahren Kinder- und Jugendförderung und rund zehn Jahren Jugendamtsleitung mit. Ihr erster Blick gilt der bedarfsgerechten Ausbauplanung der Kindertageseinrichtungen.

„In den vergangenen zwei Jahren ist es gelungen, sieben Kita-Neubauten zu eröffnen. Das ist dem Engagement von Investoren und freien Trägern zu verdanken“, so Feldmann. Weitere elf Neubauvorhaben sind in Planung: „Das sind große Erfolge. Allerdings reicht es leider noch nicht, um allen Kindern einen Platz in einer Kita oder Kindertagespflege zur Verfügung zu stellen.“ Ihr erklärtes Ziel ist, einen bedarfsgerechten Ausbau voranzutreiben.

Außerdem möchte sie das jeweilige Lebensumfeld der Einrichtungen einbeziehen, Stichwort Sozialraumorientierung. „Hier möchte ich mit dem Stadtbetriebs-Team nochmal genau hinschauen, in welchen Quartieren wir Kinder in welcher Altersgruppe erreichen“, betont Feldmann. „Ein früher Zugang zu Angeboten der frühkindlichen Bildung ist nachweislich ein zentraler Baustein zur Chancengerechtigkeit für alle Kinder.“ Künftig soll mit den Einrichtungen und trägerübergreifend analysiert werden, ob alle vorhandenen Ressourcen, aber auch mögliche Förderprogramme für die Kitas erschlossen und nutzbar gemacht werden.

Wichtig ist Feldmann auch, die Kita-Teams zu stärken. „Durch Personalengpässe und Krankheitswellen sind immer mal wieder Betreuungseinschränkungen in Kitas zu beklagen, oder weitere Gruppen können nicht eröffnet werden“, erklärt sie. Das stelle eine hohe Belastung für Eltern und deren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auch für die Teams in den Einrichtungen dar. „Daher möchte ich mit den Kolleginnen und Kollegen konsequent an dem Thema Personalstrategie arbeiten, um die Ausfallzeiten in den Kitas zu verringern und den Ausbau zu stärken.“

Aktuell sind 143 Auszubildende im gesamten Stadtbetrieb Kindertageseinrichtungen beschäftigt. Für die rund 900 Kolleginnen und Kollegen in den Kita-Teams werden jährlich über 100 Fortbildungsveranstaltungen angeboten. Außerdem können fachliche Begleitung von Konzeptionstagen sowie Austausch und Beratung in Fachforen in Anspruch genommen werden. Im Februar richtet der Stadtbetrieb einen Fachtag aus.

„Diesen eingeschlagenen Weg der Förderung von Nachwuchskräften und den Auf- und Ausbau von Fachkompetenzen und Expertise in den eigenen Reihen werde ich konsequent weiterverfolgen und gerne auch ausbauen. Somit sichern wir nachhaltig die Qualität in unseren Einrichtungen“, unterstreicht Feldmann.

Die städtischen Kitas leben von einer bunten Vielfalt. „Unsere zwei- bis sechsgruppigen Einrichtungen sind in allen Stadtteilen vertreten und setzen verschiedenste Konzepte um. Mir ist es ein großes Anliegen, diese Vielfalt weiter zu fördern und die unglaublich vielen wertvollen Angebote in Kitas öffentlich sichtbarer zu machen“, sagt Feldmann. Gemeint sind Kunstprojekte, besondere Aktionen der Gesundheitsförderung, Theater-, Tanz- oder Musikprojekte, Brauchtumsfeste oder Angebote rund um das Thema Kinderrechte.

Elementar ist für sie die Zusammenarbeit mit Trägern und Partnern: „Die Gestaltung einer frühkindlichen Bildungslandschaft in Wuppertal kann aus meiner Sicht nur partnerschaftlich und in einer Verantwortungsgemeinschaft funktionieren. Daher ist es mir sehr wichtig, die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der vielfältigen Trägerlandschaft von Kindertageseinrichtungen und allen Partnern fortzuführen und zu intensivieren.“