Gastronomie-Guide So lesen sich die Tests in „So schmeckt Wuppertal!“

Wuppertal · In 150 Restauranttests bringt die aktuelle Ausgabe von „So schmeckt Wuppertal!“ genussfreudigen Menschen die lokale Gastronomie näher. So wie Autor Dr. Albert Ortmann in seinem Beitrag über das Restaurant „Mamounia“ an der Elberfelder Hansastraße. Hier ein Auszug.

Das Titelbild der aktuellen Ausgabe.

Foto: Rundschau Verlagsgesellschaft

Arabische Spezialitäten – Geschmack aus Tausendundeiner Nacht, so beschreibt das Mamounia selbst seine Ausrichtung. Das klingt vielleicht nicht ganz so originell, aber trotzdem märchenhaft und verheißungsvoll. Und um es gleich zu sagen: Das Mamounia ist ein Ort der erfüllten Verheißungen. Außerdem ein behüteter Ort, das ist nämlich die Bedeutung seines Namens.

Seine Räume werden von den warmen Rottönen der Wände und Samtvorhänge bestimmt, die Beleuchtung ist weder grell noch schummrig, es gibt rundum durchgehende bequeme Polsterbänke mit Kissen. In diesem Ambiente empfängt das Ehepaar Sufyan und Kefah Sbaih seine Gäste, versorgt sie mit seinen original palästinensischen Speisen und ist seit Jahren eine feste Größe in der Wuppertaler Gastronomie, längst nicht nur bei überzeugten Anhängern der orientalischen Küche.

Aus dem breiten Getränkeangebot, das auch hausgemachte Limonade und Tee mit Salbei bereithält, wählen wir fürs erste einen Grünen Tee mit Minze (3,40 Euro), Fritz Cola (0,2 Liter für 2,90 Euro), Pinkus Weizen (0,5 Liter für 4,50 Euro) und Almaza, ein recht süffiges libanesisches Bier (0,33 Liter für 3,90 Euro). Dezent macht sich ein großer Flachbildschirm, der wohl nach unserem letzten Besuch datiert, bemerkbar. Sein Geflimmer steigert zwar nicht gerade das Entschleunigungsgefühl, aber immerhin handelt es sich um Impressionen aus der levantinischen Heimat.

Wir nehmen uns in Ruhe die Karte vor. Eines der Merkmale, die wir an der arabischen Küche lieben, ist ihre Vielfalt an warmen und kalten Vorspeisen. Einen weiteren Schwerpunkt legt das Mamounia auf gegrilltes und geschmortes Fleisch, ebenso gibt es eine Vielzahl an vegetarischen und veganen Gerichten.

Wenn man wie wir zu viert ist, drängen sich als Vorspeise die zehn besonderen Teller (18,90 Euro) auf. Aber womit fängt man, beim Essen wie bei der nachträglichen Beschreibung, an bei den glorreichen Zehn und womit hört man auf?