Aufruf der Gewerkchaft ver.di Mittwoch: Warnstreik im öffentlichen Dienst der Länder

Wuppertal · Im ÖPNV gibt es am Montag (2. Februar 2026) einen Warnstreik, im öffentlichen Dienst der Länder dann am Mittwoch (4. Februar 2026). Dazu ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Rahmen der laufenden Tarifrunde auf.

Symbolbild.

Foto: Christoph Petersen

„Betroffen sind alle Bereiche, die unter die laufende Tarifrunde fallen, darunter Hochschulen, Landesverwaltung und Justiz sowie alle sechs Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster. In den betroffenen Kliniken gelten Notdienstvereinbarungen”, so ver.di.

Die Gewerkschaft will vor der dritten Verhandlungsrunde am 11. und 12. Februar 2026 in Potsdam den Druck auf die Arbeitgeber der Länder, vertreten durch die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), erhöhen.

Die Forderung beinhaltet sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – „mindestens aber 300 Euro zusätzlich, um die unteren Lohngruppen zu stärken”, heißt es. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Darüber hinaus sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags (TV-L) soll zwölf Monate betragen.

„Viele Beschäftigte sind verärgert, dass es auch nach zwei Verhandlungsrunden noch immer kein Angebot gibt“, sagt Frank Bethke, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di NRW. „Aussagen wie ‚Inflation plus einen Schnaps obendrauf‘ befeuern den Unmut zusätzlich. Zugleich wächst die Sorge, dass sich die Bezahlung im Länderbereich weiter vom öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen abkoppelt. Den Ernst der Lage haben die Arbeitgeber bislang nicht erkannt – deshalb erhöhen die Beschäftigten mit den Warnstreiks den Druck.“

An den Aktionen beteiligen sich neben Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder auch Streikende der Autobahn GmbH, die sich parallel ebenfalls in einer Tarifauseinandersetzung befinden.