Am Mittwoch ver.di-Warnstreik auch an der Bergischen Uni

Wuppertal · Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft für Mittwoch (28. Januar 2026) im Rahmen der Tarifverhandlungen mit den Ländern zum Campus-Warnstreiktag auf – auch an der Bergischen Uni Wuppertal.

Symbolbild.

Foto: Christoph Petersen

„Bundesweit werden in über 60 Städten Beschäftigte aus Hochschulen, Studierendenwerken und Forschungseinrichtungen für ihre Tarifforderungen demonstrieren, an mehr als 40 Standorten werden Warnstreiks stattfinden”, so ver.di.

Auch in NRW schließen sich Beschäftigte in wissenschaftlichen Einrichtungen landesweit den Arbeitskampfmaßnahmen an Neben den sechs Universitätskliniken, die bereits am Dienstag in den Warnstreik treten, beteiligen sich am Mittwoch auch Universitäten und Fachhochschulen am Campus-Warnstreiktag.

„Was die Arbeitgeber in den Verhandlungen von sich gegeben haben, empört die Beschäftigten zutiefst“, kritisiert Frank Bethke, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di in NRW. „Kein Angebot vorzulegen und gleichzeitig Kürzungen bei der Bildung ins Spiel zu bringen, ist ein Offenbarungseid der Politik.“ In der aktuellen Lage seien mehr, nicht weniger Investitionen in die Bildungseinrichtungen und ihre Beschäftigten nötig.

„Hochschulen sichern wissenschaftliche Kompetenz und qualifizieren dringend benötigte Fachkräfte. Wer beim Personal kürzt, gefährdet die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, so Bethke. Die Länder müssten „für eine auskömmliche Finanzierung der Hochschulen, Studierendenwerke und Forschungseinrichtungen, für gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung” sorgen. „Hält die Bezahlung nicht mindestens mit der Tarifentwicklung im übrigen öffentlichen Dienst Schritt, wird weder bestehendes Personal gesichert noch neue Beschäftigte gewonnen.“

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte laut ver.di-Angaben in der zweiten Tarifverhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder am 15./16. Januar 2026 kein verbindliches Angebot vorgelegt. ver.di fordert Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro. Nachwuchskräfte sollen monatlich 200 Euro mehr bekommen und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden.

Zudem will ver.di erreichen, dass der Tarifvertrag auch für die etwa 300.000 studentischen Hilfskräfte gilt (TVStud). Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder werden am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt.