Dazu zählen die rund 2.500 Beschäftigten der TÜV Rheinland Industrie Service GmbH (TIS), TÜV Rheinland Werkstoffprüfung GmbH (TWP) und der TÜV Rheinland Energy & Environment (TREE). Die zentrale Streikveranstaltung findet in Köln statt.
„Die Beschäftigten senden mit diesem Warnstreik ein klares Signal an die Arbeitgeber, dass sie mit den bisherigen Verhandlungen absolut nicht einverstanden sind“, so ver.di-Verhandlungsführer Philipp Stewart am Freitag. „Wir fordern ein Angebot, das der wirtschaftlichen Stärke der Unternehmen und ihrer Verantwortung gegenüber den Beschäftigten gerecht wird.“
Das Geschäftsjahr 2025 zähle zu den erfolgreichsten in der Geschichte der TÜV Rheinland AG, betonte Stewart. Der Konzern beharre jedoch auf Angeboten, die minimale Gehaltssteigerungen und letztlich Reallohnverluste bedeuteten. „Das ist nicht akzeptabel.“ Die Beschäftigten hätten den “Unternehmenserfolg maßgeblich miterarbeitet” und erwarteten daher eine “spürbare, nachhaltige Verbesserung ihrer Einkommen”.
Nach zwei Verhandlungsrunden Ende 2025 hatten die Arbeitgeber Erhöhungen von 2,5 und 2 Prozent bei zweijähriger Laufzeit angeboten. Die Gewerkschaft fordert dagegen eine Erhöhung der Gehälter um 10,5 Prozent.
Der angekündigte Warnstreik – der erste beim TÜV Rheinland seit 20 Jahren – ist auf einen Tag begrenzt. ver.di sei weiterhin zu konstruktiven Verhandlungen bereit, erklärte Verhandlungsführer Stewart. Man erwarte, dass die Arbeitgeberseite zeitnah ein deutlich verbessertes Angebot vorlege.